Tierra del Fuego

Heute geht es erst mal mach Punta Arenas. Sonne scheint und Wind ist auch nicht dramatisch. An den Bäumen kann man aber erkennen, dass das in der Regel anders ist. Aber ich habe Glück und es hat nur eine gleichmäßige Brise von rechts.

Ich will heute noch mit der Fähre über die Magellanstraße. Daher geht es nach 250 Kilometern erst mal zum Fähranleger. Ticket ist schnell gekauft. Jetzt habe ich noch drei Stunden bis die Fähre geht.

Ich fahre ein wenig durch die Stadt und gehe was Essen. Entlang des Ufers sieht man, dass die Stadt am Meer liegt.

So, 16 Uhr – ich fahre zum Anlieger. Ich treffe eine Gruppe Niederländer, die von Alaska nach Ushuaia fahren. Kurz vor dem Ziel hat eine Maschine aufgegeben. Sie haben aber alles im Griff und nach einem Plausch fahre ich weiter.

Bin das einzige Motorrad. Verladung geht schnell.

Ich denke mir das es bestimmt eisig wird an Deck und laufe in den Aufenthaltsraum. Die Hölle los.

Ich halte es 30 Minuten aus und dann gehe ich an Deck. Und da schau her, kaum Wind und Sonne. Was ist den hier los in Patagonien – Klimawandel?

Nach 1,5 Stunden bin ich in einem kleinen Ort. Hier bleibe ich bis morgen.

Wetter am kommenden Morgen ist gleich wieder prächtig. Zu meiner Überraschung ist die Strecke Richtung Argentinien nicht asphaltiert. Es ist eine herrliche Piste. Eine von jenen auf denen ich schneller fahre als auf Asphalt. Geht über weite Strecken direkt am Meer entlang.

Nach 80 Kilometern mache ich einen Abstecher zu Pinguinen. Es gibt so ein entsprechendes Naturschutzgebiet hier. Als ich das Ticket kaufe, muss ich direkt fragen ob ich für den Preis auch einen Pinguin mitnehmen kann. Die Ticketverkäuferin ist lustig und antwortet „ja, aber nur wenn du einen passenden Helm dabei hast“. Es stellt sich heraus, dass die Ticketverkäuferin nicht eine einfache Ticketverkäuferin ist, sie ist eine waschechte Pinguinforscherin. Ich bin der einzige Besucher und so bekomme ich eine ausführliche Einführung in das Leben der Pinguine. All meine Fragen, und ich habe überraschend viele, werden fachkundig beantwortet. Nach 30 Minuten laufe ich zu den Pinguinen. Es ist die zweitgrößte Art, die bis zu 95 Zentimeter groß wird. Die Kolonie hat sich erst vor ein paar Jahren hier angesiedelt. Vorher waren sie ein paar Mal zu Besuch. Jetzt finden sie es hier aber so toll, dass sie das ganze Jahr hier bleiben. Schön anzusehen. Auch wenn so ein Pinguin nicht viel Action macht und meist nur ruhig in der Landschaft steht.

Für mich geht es weiter. Der Grenzübertritt geht wieder wie im Flug. Ich höre immer nur „adelante“ und schon bin ich zurück in Argentinien. Bei besten Wetter geht es Richtung Süden. Wind? Klar! Aber alles im Rahmen. Kein Vergleich zu ein paar Tagen zuvor. Eines ist aber sicher, der Wind ist stetig.

Bei einem kurzen Halt bekomme ich Besuch von einem Fuchs. Der läuft einfach nicht weg, aber ich traue mich nur auf zwei Meter ran. Könnte mich ja anspringen.

Kurz vor Ushuaia kommt noch ein Pass und die Landschaft wird richtig toll. Also halt noch toller wie bisher schon.

Und dann sind es nur noch ein paar Kilometer bis ans Ende der Welt.

Torres del Paine
Das Ende der Welt

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