Richtung San Juan

Nach einem entspannten Tag geht es wieder früh los. Kurz nach sechs starte ich Richtung Süden. Aber heute ist es kein schöner Sonnenaufgang.

Als ich aus der Stadt fahre sehe ich im Morgengrauen tiefe Wolken. 10 Kilometer weiter, fängt es zu Regnen an. Heftige Blitze am Horizont. Mein Weg führt mich direkt in das Unwetter. Nach ein paar weiteren Minuten schüttet es wie aus Kübeln und rechts und links von mir schlagen gewaltige Blitze ein. Ich habe Angst!

Da, ein Haus. Es ist eine Polizeistation. Ich werfe den Anker und fahre direkt unter das Vordach.

Der einzige Polizist in der einfachen Station muss sich erst mal anziehen bevor er aus seiner Bude kommt. Er ist total freundlich und bittet mich herein. Während draußen die Welt untergeht, trinken wir Mate und schauen fern.

Nach 45 Minuten ist das Unwetter vorbei und ich kann weiter. 350 Kilometer fahre ich noch, bevor ich gegen 12 in einem Hotel einchecke. Am Nachmittag hat es 39 Grad. Da ist Nichtstun angesagt und gegen 19:00 gibt es Eis. Wie eigentlich jeden Tag – Eisland Argentinien. Fast den ganzen Tag läuft Dakar am Fernseher, da wird mir nicht langweilig.

Besonders cool ist, dass die genau in den Gegenden unterwegs sind, in welchen ich auch war.

Am Abend treffe ich noch einen Biker aus Argentinien. Er hatte auf schlammiger Piste einen Sturz und gemeinsam reparieren wir sein gebrochenes Windschild.

Am kommenden Tag selbes Spiel, früh aufstehen, früh einchecken und am Nachmittag entspannen und Dakar schauen. Die Strecke heute war wieder mal phantastisch. Ich bin wieder näher an den Anden und die Berge hier sind einfach grandios.

Ich finde ein schönes Hotel und bleibe erst mal ein paar Tage hier. Da es nun langsam dem Ende zu geht, habe ich Zeit u.a. den Rücktransport zu organisieren.

Der frühe Vogel ...
Die Dakar kommt näher

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