Camino del Muerte

Heute ging es also über die Yungas-Straße nach La Paz.

Erst mal aus dem Hostal ausgeparkt und dann los. Gar nicht so einfach, denn das Hostal liegt an einer ziemlich steilen Straße.

Ziemlich schnell nach dem Ort geht es auf die Yungas-Straße. Tatsächlich muss man sagen, ist die Straße heute eher mental als fahrerisch eine Herausforderung.

Der Name „Straße des Todes“, der Mythos „Gefährlichste Straße der Welt“, die vielen Kreuze bereits auf den ersten Kilometern hinterlassen doch ein mulmiges Gefühl bei der Auffahrt.

Jetzt ist es aber so, dass vor einigen Jahren eine richtige Straße gebaut wurde und auf der Yungas kein Verkehr ist. Somit ist das heute um einiges einfacher. Allerdings ist sehr gut vorstellbar, dass bei dem früheren Verkehr unzählige Menschen ihr Leben verloren haben.

Die Yungas geht ca. 30 Kilometer durch die Berge, ist einspurig, hat kaum Randbefestung und es geht häufig mehrere hundert Meter tief hinunter.

Die Straße ist sehr steinig, daher war ich recht froh, dass es heute Morgen nicht geregnet hat. Somit war es zumindest nicht rutschig.

Ging dann auch wirklich schön zu fahren. Klar, muss man sich sehr konzentrieren, einen groben Schnitzer sollte man sich nicht erlauben. Die Schluchten sind ja nicht weniger tief geworden. Aber mir sind nur zwei Autos entgegengekommen. Dann wird es aber schon wirklich eng und man versteht warum das früher so gefährlich war.

Ich war früh dran und bin um 11 fast auf der Hauptstraße bin. Und dann zeigt sich, das der Camino del Muerte heute bereits eine Touristenattraktion ist. Horden von geführten Mountainbike-Touren stürzen sich die Straße hinunter. Zum Glück bin ich schon durch als die alle kommen.

Dann mal wieder über 4600 Meter und runter nach La Paz. Absolutes Verkehrschaos, Smog. Die Häuser in die Berge gebaut. Um das Chaos in den Griff zu bekommen werden so Gondel-Lifte wie in Skigebieten gebaut – topmodern. Echt verrückt. Einfach mal ein paar Bilder googeln. Ich war mit fahren zu beschäftigt.

Ich bin jetzt unterwegs Richtung Titikakasee. Keine Tankstelle will mir als Ausländer Sprit verkaufen. Zum Glück fahre ich seit einer Stunde zusammen mit einem Pärchen aus Brasilien. Er schaft es einen Tankwart zu überzeugen.

Eigentlich wollte ich auf die Mitte des Titikakasees zusteuern. Aber auf dieser Route hat es Unruhen. Andere Reisende und das Auswärtige Amt raten von der Route ab. Dann will ich dem mal folgen. Jetzt bin ich im Süden des Sees, kurz vor der peruanischen Grenze und versuche noch etwas bolivianisches Geld loszuwerden.

Ruhetag und das Gegenteil
Bienvenido a Peru

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