nächstes Level freigespielt
Nach ein paar entspannten Weihnachtstagen in Mendoza, bei 33 Grad und Pool, geht es wieder weiter. Und zwar gleich wieder auf Piste.

Dabei ist Mendoza wirklich toll. Großstadt, aber nur niedrige Gebäude und überall große, grüne Bäume. Viele Menschen, aber alle entspannt und nett. Man kann sich richtig wohlfühlen hier.

Jetzt gibt es aber gleich mal wieder Piste. Die fängt sofort hinter Mendoza an. Knapp 90 Kilometer, ordentlich durch die Berge und laut Satellit nicht ganz so einfach. So kann man z.B. erkennen, dass es teilweise 5 Steckenvarianten auf den steilen Stücken gibt. Mal sehen.

Also los geht’s … Die ersten Kilometer zeigen schon, das wird kein Sonntagsausflug. Die Piste ist ruppig durch viele, teils große, Steine.

Dann kommt eine Auffahrt, und die hat es in sich. Steil und voll mit losen Geröll. Zahlreiche enge Kehren und gut 4 Kilometer lang. Action!
Ich frage mich mehrfach was ich hier eigentlich mache!? Scheinbar hab ich aber auf der bisherigen Reise alle Level durchgespielt und darf nun die Piste im nächsten Level fahren. Ob ich will oder nicht!


Dann geht es viele Kilometer anspruchsvoll aber wunderschön weiter.


Inzwischen bin ich auf über 3.000 Meter geklettert. Ich bin weiter sehr angespannt, da ich weiß, dass noch eine sehr schwierige Abfahrt kommt.

Und da ist sie. Die Piste teil sich mehrfach in alle Richtungen. Aber alle führen mehr oder weniger schwer nach unten.

Jetzt zahlt sich meine Vorbereitung aus. Ich hab mir vorher genau angesehen welche die besten Spuren sind. Und das war echt gut so. Einmal falsch in eine Spur abgebogen und es ist extrem steil mit wilden Auswaschungen.





Nach 75 Kilometern, knapp 15 Kilometer vor dem nächsten Ort, steht dann ein Hilux. Das erste Auto bis jetzt. Und als mir ein paar Minuten später ein SUV entgegen kommt, denke ich mir „geschafft“.
Von wegen. Die nächsten 10 Kilometer geht es einfach mal ein ausgetrocknetes Flussbett hinunter. Schöner weicher Schotter – ich bin hübsch am schwitzen.


Nach einem weiteren, harten Stück Arbeit bin ich dann endlich im Ort und betanke erst mal das Motorrad und mich.
Gibt’s heute keine Tiere? Keine Ahnung. Ich musste mich so konzentrieren, dass ich keinen Augenblick Zeit hatte die Augen von der Piste zu wenden.
Der nächste Ort kommt in 110! Kilometern. Bei der Straße sollte das aber zügig gehen.

Nur komisch, das der Garmin für die nächsten 90 Kilometer über zwei Stunden veranschlagt. Nach zwei weiteren Kilometern weiß ich warum.



Für die Nacht war die Idee in der Wildnis das Zelt aufzustellen. Ein Blick in die „gefährliche-Tiere-App“ lässt mich aber den Plan ändern: Lanzenotter (ja, selten), Skorpion (ja, sehr häufig), Puma (sowieso).

So entscheide ich mich dagegen und gehe in eine außerordentlich hübsche Posada.


Gibt sogar Abendessen. Natürlich erst ab 8, wir sind in Argentinien.

Toller Tag!
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