Uruguay in drei Tagen und zwei Tage Kilometer kloppen in Argentinien 

Tja, noch ein Land, das wir relativ schnell durchfahren werden. Aber diesmal liegt es auch daran, das es relativ klein ist.

Der Grenzübergang liegt in einer größeren Stadt mit diversen Einkaufszentren und irgendwie führen viele Straßen über die Grenze, aber nur eine ist für uns die richtige.

Tobias hat noch einen Laden für Moppedzubehör ausgemacht, weil wir Kettenspray brauchen. Was es hier auch gegeben hat, der Laden war super sortiert. Und das schöne war, gegenüber war die Aduana von Uruguay. Also schnell hin und die Moppeds klariert. Was mal wieder Recht schnell ging. Dann zu den Brasilianer, diesmal ebenso schnell und weiter zur Migration, die in einem Einkauszentrum war und gleich von beiden Ländern betrieben wird. Auch hier eine Minutensache.

Gerade Straßen
Wald

Anschließend haben wir man die Gelegenheit genutzt und sind bei Burger King eingefallen. Tja, der Burger war schon gut, aber die Preise hier sind ziemlich wie bei uns, das Menü mal eben über 10 Euro umgerechnet….

So, dann wieder auf die Straße. Ziel war das Städtchen Tacuarembo, wo wir uns einquartieren wollten. Letztlich fiel die Wahl nach einigem Hin und Her auf das Cumparsita Hotel, es gab Klimaanlage und einen Pool. Essen brauchten wir nicht, die Burger lagen uns noch schwer im Magen. Aber Bier hatten wir gekauft ;-)

Wildlife auf dem Steintisch

Am nächsten Morgen sind wir spät los, weil Tobias noch ein Meeting hatte. Aber dafür hatte ich eine schöne Piste ausgemacht, die wirklich gut zu fahren und Cool war. Gut 40 km ging sie, bevor wir wieder auf Asphalt kamen. 



Weites Land und tolle Piste

Uruguay ist relativ flach, aber hat dafür unglaublich viel Wald, allerdings eher wirtschaftlich genutzter und angebauter Wald, dazu viel Landwirtschaft, sprich Viehzucht aber auch im großen Stil Ackerbau, unter anderem Soja und Weizen. Die Straßen sind meist gerade und es gibt selten Abzweigungen, schließlich leben dort nur rund 3 Millionen Menschen. Aber schön ist es und ebenfalls zu heiß für uns auf Dauer ;-) 

Emus haben wir auch gesehen, insgesamt mehr als auf der vorherigen Reise durch Südamerika.


Emus auf der Weide

Leider war die von mir ausgesuchte Unterkunft nicht das, was bei Booking beschrieben war. Also sind wir weiter nach Young und haben dort was gesucht. Eigentlich hatten wir schon was, aber dort sollte bar bezahlt werden und wir hatten nur Kreditkarten. Also nach was anderem gucken. Tja, wie das manchmal so ist, es gab nichts wirklich passendes, also haben wir einen Geldautomaten gesucht und den notwendigen Betrag abgehoben. Dann noch eingekauft, weil in der Unterkunft gab es kein Abendessen. Aber egal, selber sind die Männer ;-)

Die Besitzerin der Posada la Cantera war dann auch überrascht uns wieder zu sehen, aber wir konnten gleich einchecken. Das passte schon, im Prinzip ein Doppelzimmer mit Terrasse und Kühlschrank plus Kaffeemaschine.

Sonnenuntergang mit Laster

Und einem Carport. So konnte ich dann im Schatten die Kette schmieren und die hinteren Bremsbeläge wechseln. Dabei kam dann ein anderer Gast zu uns und wir hatten noch ein lustiges Gespräch auf Englisch, unter anderen auch über seinen alten BMW 2002.

Naja, dann gab’s Abendessen und die Biere, danach war Schlafen abgesagt.

Und am nächsten Morgen geht’s schon wieder über eine Grenze, nämlich nach Argentinien. Doch vorher gibts noch einmal eine schöne Piste, diesmal durch den Wald ;-)

Und natürlich haben wir viele Rinder gesehen, wobei die Einheimischen unisono sagen, das Fleisch von hier ist das Beste überhaupt. Und wenn man die Tiere so sieht glaube ich das gerne 😁


Rindviecher

Doch leider hat auch die ein Ende und wir haben wieder Asphalt bis zur Grenze und darüber hinaus. Die Grenze ist wieder super einfach, alles zusammen hat ungefähr 20 Minuten gedauert, ein neuer Rekord für uns. Dann gehts über die Brücke und den Fluß Rio Uruguay, der hier schon groß genug für große Seeschiffe ist.

Und dann geht’s es ans Strecke machen, weil dieser Teil von Argentinien hat nichts an Straßen für Motorradfahrer. Es geht meistens endlos geradeaus, viele Ortschaften, viel Verkehr und überhaupt ;-) Deswegen sind wir auch bis Chivilcoy gefahren, knappe 500 km seit dem Morgen. Dort hatten wir ein Appartment in einem alten Haus, war nett und herrlich Old School ;-)

Frühstück gab’s auch, allerdings nicht wirklich toll, halt argentinian Style. Der Wetterbericht war nicht gerade toll für den nächsten Tag, statt 30° und Sonne 15°, ordentlich Regen und Wind… Aber wir sind trotzdem los und habens dann auch bis Santa Rosa de Toay geschafft. Das war auch genug. Ich wollte mich nur kurz hinlegen und bin prompt weg gepennt. Als ich aufgewacht bin war es schon acht Uhr, also Zähne putzen, ausziehen und weiterschlafen.

Heute (30.11.25) wollten wir so gegen neun aufbrechen, aber weil der Wetterbericht so schlecht war sind wir dann einfach hier geblieben. War glaube ich eine gute Entscheidung, weil Morgen soll wieder die Sonne scheinen und außerdem liegen wir gut in der Zeit.

Das nächste Ziel ist Neuquen und danach geht es Richtung Esquel. Schaun wir mal, wie es weiter geht.

Einmal nach Brasilien

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