Einmal nach Brasilien
Heute wollen wir nach Brasilien fahren. Aber vorher geht’s noch einmal durch den Dschungel auf einer Piste, bevor wir dann auf Asphalt weiter fahren.
Zum Frühstück geht’s zur YPF-Tanke, wo wir natürlich auch volltanken. Dann ab auf die Straße gen Süden. Bei der Abzweigung müssen wir noch einmal am Polizeiposten halten. Eigentlich ist es mehr die typische Befragung woher, wohin, wie teuer und ein Warnung, dass die Piste mit vielen Steinen Recht ruppig sei.

Dann geht es los, hal diese rote Erde wie wie wir sie schon aus Paraguay kennen, aber hier gut festgefahren und nahezu staubfrei. Wir tuckern gemütlich vor uns hin und machen ein zwei Pausen an schattigen Stellen. Ist schon cool, so unmittelbar durch den Dschungel zu fahren. Wir können bei den Pausen sogar noch das Grollen der Wasserfälle hören.




Nach der Piste sind es noch gute 50 km Asphalt bis zum Grenzübergang.

Der ist insofern untypisch, weil er mitten in der Stadt liegt und auf brasilianischer Seite die Migration weit ab vom Übergang liegt. Argentinien ist schnell erledigt, die Aduna Brasiliens dauert, weil hier so wenige Reisende vorbei kommen. Die Grenzer müssen sich erst mühsam durch das TIP Dokument arbeiten. Bei mir geht es dann etwas schneller. Dann auf zur Migration. Der Weg ist gut ausgeschildert und es geht schnell, ist halt einfach nur die Pässe stempeln und Daten einlesen.
Dann wollen wir Geld holen. Doch nach gefühlt 10 Geldautomaten und Nutzung aller unserer Kreditkarten bleiben wir erfolglos. Tobias testet noch einmal den Kauf im Supermarkt, da klappt es also. Gut, wir fahren zur Aduna und holen unser TIP ab, dabei wird noch einmal gemeinsam mit den Sicherheitsleuten gelacht. Dann geht es auf die Strecke. Ziel war das Hotel Descanso im gleichnamigen Örtchen. Ein schönes Hotel, es gab sogar Abendessen.
Am nächsten Tag ging es dann weiter gen Süden, zunächst Teer, Dann ein bisschen Piste und schließlich mit der Fähre über den Rio Uruguay, der hier oben schon Recht breit war.


Die Fähre wurde von einem Motorboot angetrieben, dass über eine Deichsel befestigt war. Eine spannende Technik, die ich bis dahin nie gesehen hatte.



Landschaftlich gleicht dieser Teil von Brasilien eher Mitteldeutschland, viele Wiesen, Felder und Wäldchen, hügelig und auch der Bewuchs ist nicht so fremdartig, dass er sich völlig unterscheidet. Irgendwie schon interessant und ganz anders als man sich das vorstellt. Nichts mit Kaffeebraunen Schönheiten und so ;-)


Aber trotzdem ein schönes Land, nur etwas sehr warm! Aber es ist wie es ist. Die Autofahrer sind eher von der wilden Sorte und die Lkw mit bis zu 9 Achsen sind auch Recht zügig unterwegs. Aber das passt schon.
In Santiago, der nächsten Stadt müssen wir etwas länger nach einer Unterkunft suchen, die erste ist nur für Militärangehörige, die zweite hat keine Klimaanlage aber die dritte passte dann und war auch noch preiswert.
Und hier ohne Klimaanlage ist nicht wirklich schön. Abends gehen wir dann lecker essen, genießen das Bier Marke „Eisenbahn“ und Morgen werden wir schon nach Uruguay fahren. Also ein kurzes Intermezzo aber schön wars trotzdem!

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