{"id":12138,"date":"2019-07-07T15:48:46","date_gmt":"2019-07-07T13:48:46","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=12138"},"modified":"2019-08-09T08:11:57","modified_gmt":"2019-08-09T06:11:57","slug":"tag-15-offroad-in-kirgistan-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roadstomongolia.com\/?p=12138","title":{"rendered":"Tag 15 &#8211; Roads in Kyrgyzstan"},"content":{"rendered":"\n<p>Tag 15, 07.07.2019 <\/p>\n\n\n\n<p>Die Nacht war doch etwas anstrengend,<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>weil eben Hartlager, aber immer noch besser als wie bef\u00fcrchtet in den Bergen ohne Zelt. Ich war relativ zeitig hoch, endlich dann auch duschen und danach war auch fast schon Zeit f\u00fcrs Fr\u00fchst\u00fcck. Auf dem Hof standen neben unseren XT auch noch zwei XChallenges im Reisetrimm, es waren die Maschinen von dem deutschen P\u00e4rchen, welches wir im Tes-Guesthouse in Osh getroffen hatten. Ach, was h\u00e4tte ich gerade nach dem gestrigen Tag daf\u00fcr gegeben, meine XChallenge, genannt Tante Anna hier zu haben! Aber es ist wie es ist. Au\u00dfer den Moppeds war noch ein Offroader auf dem Hof, der geh\u00f6rte (schon wieder) zu einer franz\u00f6sischen Reisegruppe. Das Fr\u00fchst\u00fcck war lecker und reichlich, Eier, Kascha, Brot und Tee, dazu Marmelade, das passt schon.<br>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gings ans Reifenflicken bzw. letztlich den Schlauch tauschen, da wir ausreichend Reserve mit hatten. Zuerst wollte John meine XT mit den Spanngurten am Schleppdach aufh\u00e4ngen, doch es gab zwei sch\u00f6ne Betonblocksteine, die wunderbar als Bock dienen konnten. Also kurzerhand die XT mit zwei Mann darauf gewuchtet und los gings mit der Demontage vom Hinterrad. Wie bef\u00fcrchtet zeigte sich, dass auch die Steckachse bzw. alle Schrauben und Muttern lange kein Fett gesehen hatten. Der Splint f\u00fcr die Achsmutter gl\u00e4nzte ebenfalls durch Abwesenheit. Das w\u00e4re bei meiner XChallenge und Tobias und Johns KTM 690 definitiv anders gewesen. Ich sage nur &#8222;regelm\u00e4\u00dfige Wartung&#8220;!<br>Aber egal, nach dem Radausbau schnell den Schlauch raus geholt und gepr\u00fcft. Anscheinend war ein harter Schlag die Ursache, bei den Pisten keine Wunder. So konnten wir dann ohne gro\u00dfe Umschweife den Ersatzschlauch einziehen. Der russischst\u00e4mmige Fahrer der franz\u00f6sischen Reisegruppe wollte auch noch seinen Beitrag leisten, allerdings war ein bisschen ungeduldig, wir waren ihm zu langsam ;-) Aber immerhin schenkte er uns noch eine Ventilkappe, mit der auch Ventile gel\u00f6st werden konnten.<br>Dann noch Luft aufpumpen, das Rad wieder einbauen und festziehen und meine XT war wieder fahrbereit. Danach alles aufr\u00f6deln und dann ging es los, Tagesziel war Jallalabad. Die Strecke kannten Tobias und ich von 2015, nur dass wir diesmal in entgegengesetzter Richtung unterwegs sein werden. Kurz nach dem Ortsausgang wurde aus der Asphaltstra\u00dfe die erwartete Piste. Tobias gab gleich ordentlich Gas, w\u00e4hrend ich etwas weniger z\u00fcgig folgte. Wegen der Staubentwicklung war sowieso Abstand halten angesagt. John kam dann hinter mir, mit ebenfalls ordentlichem Abstand. Ein LKW vor uns gab Alles und knallte mit halsbrecherischer Geschwindigkeit und eine riesigen Staubwolke \u00fcber die Piste. Um ihn zu \u00fcberholen musste ich erst einmal in die Staubwolke eintauchen und dann, wenn ich einigerma\u00dfen gucken kann dran vorbei ziehen. Bevor das klappte durfte ich aber einiges an Staub schlucken\u2026<br>Dann ging es wieder entspannter weiter, die Piste kletterte langsam aber stetig bergauf. Da ich John nicht mehr sehen konnte hielt ich in einer Kurve kurz an. Prompt ging der Motor aus und lie\u00df sich auch nicht mehr starten, keine Kontrollleuchte brannte, also mal wieder Seitenteil runter und die Kabel an der Batterie pr\u00fcfen. Da tauchte John auch schon auf. Also schnell zusammen den Fehler gesucht. Das Kabel, das den Anlasser mit Strom versorgt war am Batteriepol gebrochen. Und da auch noch eine vermeintliche Sicherung war haben wir kurz geguckt. Das war keine Sicherung, sondern eine \u00dcberbr\u00fcckung aus einem gebogenen Kupferst\u00fcck\u2026 ohne Worte&#8230; Zum Gl\u00fcck lie\u00df sich das Kabel noch ein St\u00fcck ab isolieren und dann wieder mit dem Batteriepol verschrauben. Super, Motor l\u00e4uft wieder. Schnell zusammen packen und weiter geht&#8217;s. Kurz darauf hatten wir dann auch Tobias eingeholt. Er war etliche Kilometer voraus, bevor er merkte, dass wir ihm nicht folgen :<br>Danach blieben wir dichter beieinander. Zun\u00e4chst stieg die Stra\u00dfe wieder hinab in ein Tal, um dann in weiten Schw\u00fcngen wieder H\u00f6he zu gewinnen. Der Blick auf die atemberaubende Landschaft musste zwischendurch immer wieder mal warten, weil die Serpentinen und teilweise nassen Stellen doch die volle Aufmerksamkeit erforderten. Mittlerweile zogen dann auch dunkle Gewitterwolken auf und es donnerte immer wieder mal ganz ordentlich. An einer Stelle hielten wir kurz an, um ein paar l\u00e4ngere Blicke schweifen zu lassen. Kirgistan ist schon genial, sowohl was die Pisten als auch die facettenreiche Landschaft betrifft!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/p7070022.jpg\" alt=\"P7070022\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/p7070023.jpg\" alt=\"P7070023\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Da es noch ein St\u00fcck weit bis zum Pass mit um die 3200 m hielten wir uns nicht allzu lange auf. Es ging weiter stetig bergauf und so l Auf der Passh\u00f6he machten wir dann eine l\u00e4ngere Pause, wie gewohnt nat\u00fcrlich mit einem Snickers und ner Zigarette. Eigentlich wollte ich die Drohne aufsteigen lassen, aber wegen des nahen Gewitters und der damit verbundenen statischen Elektrizit\u00e4t und den teilweise kr\u00e4ftige B\u00f6en habe ich es dann doch sein lassen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/p7070024.jpg\" alt=\"P7070024\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/p7070025.jpg\" alt=\"P7070025\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nach der Pause ging es zun\u00e4chst mit vielen Kehren steil bergab. Der Blick in die Tiefe war beeindruckend, aber meistens musste ich auf die Piste achten. Ab und zu kamen ein paar PKW oder Kleinlaster entgegen, einmal auch ein ausgewachsener LKW. Hut ab vor den Fahrern kann ich nur sagen.<br>Je niedriger wir kommen, desto facettenreicher wird die Vegetation. B\u00e4ume und B\u00fcsche nehmen zu, dazu tauchen wieder mehr Herden auf, weil die Bergh\u00e4nge nicht mehr so steil sind und der Verkehr nimmt auch zu. Am fr\u00fchen Nachmittag machen wir wieder eine Pause. W\u00e4hrend wir so entspannt in die Gegend gucken tauchen pl\u00f6tzlich etliche Moppeds auf, meisten BMW F800 GS, dazu zwei Begleittrucks, irgendwas mit Toyota Landcruiser kann ich noch lesen. Die Firma nennt sich Iron Horse Adventures.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"382\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/RiK2019-453.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12199\" srcset=\"https:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/RiK2019-453.jpg 800w, https:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/RiK2019-453-300x143.jpg 300w, https:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/RiK2019-453-768x367.jpg 768w, https:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/RiK2019-453-419x200.jpg 419w, https:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/RiK2019-453-700x334.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Weiter gings dann, die Piste wurde immer besser und es gab auch hin und wieder kleine Ansiedlungen, wir mussten dann noch zwei LKW \u00fcberholen, die ebenfalls recht z\u00fcgig unterwegs waren, aber es war zum Gl\u00fcck nicht mehr so staubig, insofern ging das dann ganz gut. Mittlerweile hatte sich die Landschaft auch ge\u00e4ndert, es waren jetzt nur noch H\u00fcgel und es gab viele Felder. In einem Dorf machten wir erneut Pause, es gab Eis und was Leckeres zu trinken. W\u00e4hrend der Pause hat Tobias noch ein kleines Str\u00e4\u00dfchen aufgetan, was ebenfalls Richtung Jallalabad f\u00fchrt, aber abseits der Hauptstra\u00dfe noch ein bisschen \u00fcber die H\u00fcgel f\u00fchrt. Bis zur Abzweigung folgten wir einer nagelneuen Asphaltstra\u00dfe, anscheinend hat sich hier in den letzten Jahren doch einiges getan.<br>Zu Anfang ist es als wenn wir eine der kleinen Alpenstra\u00dfen in S\u00fcdfrankreich oder Ligurien unter unseren R\u00e4dern haben. Aber je h\u00f6her wir kommen, desto schlechter wird der Asphalt und das Str\u00e4\u00dfchen wird zu einer Lehmpiste. Auf der Wetterseite des Berges wird es dann durchaus anspruchsvoll. Etliche Abschnitte der Piste sind nach Bergrutschen nur notd\u00fcrftig geflickt und teilweise sehr steil und eng. In einem Dorf sieht man dann deutlich, wie exponiert diese Stra\u00dfe eigentlich ist und welcher Aufwand betrieben werden muss, um sie einigerma\u00dfen befahrbar zu halten. Dann kommen wir an einer alten Kohlenmine vorbei. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt mitten durch die Anlage und nimmt noch einmal eine richtig steile Abfahrt, garniert mit weichem Sand. Nicht schlecht Herr Specht! Danach geht es in einige scharfe Kurven und es kommt auch noch ein alter Dreiachser bergauf entgegen. Also anhalten und Platz machen. Kurz danach machen wir noch eine weitere Pause, es ist mittlerweile auch ziemlich warm geworden, wir n\u00e4hern uns n\u00e4mlich langsam der &#8222;Ebene&#8220; von Jallalabad. Nur noch wenige Kilometer und wir tauchen in den Stadtverkehr von Jallalabad ein. Leider sind die ausgew\u00e4hlten Guesthouses nicht unter den angegebenen Koordinaten zu finden, daher irren wir zun\u00e4chst ein wenig planlos durch die Stadt, aber dann finden wir doch ein Guesthouse, nicht gerade Sternequalit\u00e4t, aber v\u00f6llig ausreichend, zumal direkt im Haus auch ein Restaurant ist. Also schnell einchecken, die Moppeds im Innenhof abstellen und unter die Dusche. Wir fallen dann ins Restaurant ein. Leider gibt es einen kleinen D\u00e4mpfer, es gibt kein Bier\u2026 aber sie haben kalte Cola, dazu eine fast gute Auswahl an Schaschlik, satt werden wir also. Zum Nachtisch gibt es dann noch ein St\u00fcck K\u00e4sekuchen f\u00fcr jeden. Das ist ein angemessener Abschluss f\u00fcr einen langen Tag. Die Nacht wird dann okay, auch wenn es ziemlich warm war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 15, 07.07.2019 Die Nacht war doch etwas anstrengend,<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12102,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[31,55],"tags":[],"class_list":["post-12138","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-roads-in-kyrgyzstan","column","onecol","has-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12138"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12138\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12200,"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12138\/revisions\/12200"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12102"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}