{"id":5523,"date":"2016-01-24T14:16:07","date_gmt":"2016-01-24T12:16:07","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5523"},"modified":"2018-09-21T17:52:37","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:37","slug":"sightseeing-in-moskau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5523","title":{"rendered":"Sightseeing in Moskau"},"content":{"rendered":"<p>Tag 85 &#8211; 22. August<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/gallery\/rts-moskau\/Galerie-13-Moskau028.jpg\" alt=\"Galerie 13 - Moskau028\"><br \/>\n22. August. Heute ist Sightseeing angesagt, sprich wir wollen das Zentrum von Moskau unsicher machen. Trotzdem schlafen wir uns aus und sind gegen Neun abmarschbereit um zu fr\u00fchst\u00fccken. Auf dem Weg zur Ulitza Twerskaja haben wir das zweifelhafte Vergn\u00fcgen noch ein paar Schnapsleichen zu sehen, die von der Freitagabendparty \u00fcbrig geblieben sind.<br \/>\nWir suchen uns ein Restaurant an der Ecke zur Twerskaja aus, wo \u00fcberraschenderweise noch die letzten Nachtschw\u00e4rmer ausharren und recht offensichtlich gegen den Schlaf ank\u00e4mpfen.<br \/>\nZwar gibt es kein richtiges Fr\u00fchst\u00fcck im Angebot, aber wir finden trotzdem was Leckeres zu Essen, so eine Art Sandwich mit diversen Beilagen. Dazu erst einmal einen Latte Macchiato und dann Cola gegen den Durst.<\/p>\n<p>Danach geht es zum Roten Platz und zum Kreml. Auf dem Vorplatz ist schon reichlich was los, jede Menge St\u00e4nde mit Devotionalien aus der Sowjetzeit, dazu St\u00e4nde mit den verschiedensten Leckereien, ob nun fl\u00fcssig oder fest.<br \/>\nGegen\u00fcber das Hotel Moskau, eine der gro\u00dfen Luxusherbergen hier. Der Rote Platz selber ist leider zum Teil abgesperrt, weil dort Aufbauarbeiten f\u00fcr eine Veranstaltung in Gange sind. Es sieht nach einer Pferdeshow aus oder eine Art Military Tatoo.<br \/>\nTrotzdem ist der Platz voller Menschen, entweder so wie wir als kleine Gruppe oder als gro\u00dfe Reisegruppe. Und da sind sie wieder, die unh\u00f6flichen Barbaren aus China, als Reisegruppe nehmen sie keinerlei R\u00fccksicht auf Andere, sie st\u00fcrmen wie eine Horde \u00fcber den Platz, dr\u00e4ngen Alles beiseite f\u00fcr ein paar Fotos bzw. Selfies und st\u00fcrmen weiter. Einfach unglaublich deren Verhalten!<\/p>\n<p>Wir beschlie\u00dfen derweil das Kaufhaus GUM zu besuchen, schlie\u00dflich ein Muss wenn man in Moskau ist! Au\u00dferdem liegt es direkt am Roten Platz, irgendwie passend. Das Kaufhaus hat was, im Gegensatz zu unseren Kaufh\u00e4usern besteht es aus vielen kleinen L\u00e4den die an mehreren parallel verlaufenden Galerien liegen. Leider sind es keine L\u00e4den f\u00fcr Normalverdiener, sondern \u00fcberwiegend Luxusboutiquen, von Manolo Blahnik bis Cartier, Hugo Boss bis Armani und so weiter.<\/p>\n<p>Wir setzen uns in ein Caf\u00e9 und beobachten das bunte Treiben w\u00e4hrend wir uns den Kaffee schmecken lassen. Dann noch ein paar Schnappsch\u00fcsse und dann geht\u2019s ins Erdgeschoss, wo gerade eine Ausstellung russischer Automobile aus den vierziger und f\u00fcnfziger Jahren stattfindet.<\/p>\n<p>Es sind teilweise zeitlos elegante Automobile, die technisch gesehen durchaus auf Augenh\u00f6he zu vergleichbaren westlichen Automobilen waren. Allerdings wohl eher nicht f\u00fcr Jedermann in der Sowjetunion erh\u00e4ltlich oder erschwinglich. Sogar ein paar Cabrios und eine Allradvariante waren zu sehen.<\/p>\n<p>Danach geht\u2019s wieder raus auf den Roten Platz, eigentlich wollten wir dem ollen Lenin einen Besuch abstatten, aber wegen der Absperrung w\u00e4re es ein ziemlicher Umweg gewesen und so wichtig fanden wir es dann doch nicht. Nat\u00fcrlich haben wir uns dann die Basilius Kathedrale von au\u00dfen angesehen, leider ein wenig durch die \u00f6stlichen Barbaren gest\u00f6rt\u2026 Trotzdem, schon ein beeindruckender Bau und irgendwie passt der Zuckerb\u00e4cker Stil hierher. Anschlie\u00dfend geht\u2019s an der Kremlmauer entlang zur Br\u00fccke \u00fcber die Wolga. Es ist die Br\u00fccke, auf der Nemzow erschossen wurde. Seine Anh\u00e4nger legen auf der Br\u00fccke Blumen und Kr\u00e4nze nieder, dazu jede Menge Andenken und Fotos von ihm, einige Anh\u00e4nger halten Mahnwache mit Plakaten in den H\u00e4nden. Wir beobachten die Szene eine Weile weil wir erwarten, dass gem\u00e4\u00df unseren Medienberichten gleich die Miliz kommen muss und dem Spektakel ein Ende bereitet. Zwar fahren ein paar Milizautos vorbei, doch niemand nimmt Notiz von dem kleinen Spektakel.<\/p>\n<p>Apropos Miliz bzw. Polizei. Auff\u00e4llig ist, dass w\u00e4hrend unserer gesamten Reise durch Russland die sichtbare Polizeipr\u00e4senz sehr gering war, in den Gro\u00dfst\u00e4dten war schon mehr davon zu sehen, aber deutlich weniger als zum Beispiel in Hamburg. Auf dem Land ist uns so gut wie gar keine Polizei aufgefallen. Selbst um den Kreml war relativ wenig Polizei zu sehen und das trotz der Masse an Touristen rundum den Roten Platz.<br \/>\nWir \u00fcberqueren die Wolga und gehen dann parallel zum Kreml am Fluss entlang um dann wieder die Wolga zu queren und durch den Garten am Fu\u00dfe des Kremls zu flanieren. Der Kreml mit seinen Regierungsgeb\u00e4uden ist schon beeindruckend, dazu hervorragend restauriert und die Mauer mit ihrem leuchtenden Rot, dazu das Wei\u00df der Geb\u00e4ude und die goldenen Verzierungen der D\u00e4cher sind schon prachtvoll anzusehen. Doch wesentlich repr\u00e4sentativer als das, was wir Deutschen von Bonn oder Berlin gewohnt sind.<br \/>\nDie Zaren wussten schon, was sie ihrem Riesenreich schuldig waren!<\/p>\n<p>Der Garten war dann nicht so beeindruckend, aber wenigstens schattig. Interessant war dann die Ecke, wo unsere Bundeskanzlerin im Mai den Kranz zum Gedenken niedergelegt hat. Nat\u00fcrlich mit ewiger Flamme und vielen Tafeln der sowjetischen Heldenst\u00e4dte, dazu eine Ehrenwache der Kremlgarde. Auch hier wieder viele Russen unterschiedlicher Ethnien, die der Gefallenen des II. Weltkrieges Gedenken. Wir entziehen uns dann der doch etwas beklemmenden Atmosph\u00e4re und machen uns langsam auf den R\u00fcckweg zum Hotel wo wir hoffentlich einen gl\u00fccklichen John in Empfang nehmen k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Hotel habe ich mich dann f\u00fcr ein St\u00fcndchen hingelegt und anschlie\u00dfend haben Tobias und ich uns um die Moppeds gek\u00fcmmert. Kettenpflege war angesagt und ein pr\u00fcfender Blick hier und da, ein paar Schrauben nachziehen, das Gep\u00e4ck \u00fcberpr\u00fcfen und dann kam auch schon ein strahlender John mit dem Taxi angerauscht, in den H\u00e4nden seine neue Kupplung und frisches Motor\u00f6l. Er habe keine Probleme mit dem Zoll gehabt berichtet er, er ist einfach zum Ausgang des Flughafens gestratzt und sich taub gestellt und hat so die Zollkontrolle ausgelassen. Geht doch.<br \/>\nGegen Abend machen wir uns dann auf den Weg zur\u00fcck ins Zentrum, wir wollen den letzten gemeinsamen Abend mit einem lecker Essen und ein paar Bieren feiern, denn Tobias und ich werden am n\u00e4chsten Tag gen Westen aufbrechen. Leider ohne John, denn er kann erst am Montag an sein Mopped und die Kupplung einbauen.<br \/>\nEin deutscher Techniker, der auch in unserem Hotel abgestiegen ist empfiehlt uns das Restaurant B\u00fcrgermeister, was in Sachen Bier sehr gut aufgestellt sein soll und dazu lecker Essen anbietet. Auf dem Weg dorthin kommen wir durch eine Fu\u00dfg\u00e4ngerzone voller Restaurants, die alle ziemlich gut besucht sind, dazu gibt es Live-Musik, ein paar Stra\u00dfenmusikanten mit Streichinstrumenten spielen Heavy Metall. Die sind echt gut und so bleiben wir erst einmal stehen und genie\u00dfen die Musik. Danach geht\u2019s weiter Richtung B\u00fcrgermeister. Dazu m\u00fcssen wir zusehen, dass wir den gro\u00dfen Theater Boulevard \u00fcberqueren k\u00f6nnen. Das stellt sich als schwierig heraus, weil es keine Zebrastreifen gibt und der Verkehr es nicht zul\u00e4sst, einfach so \u00fcber die Stra\u00dfe zu gehen. Doch mit etwas suchen finden wir einen Fu\u00dfg\u00e4ngertunnel.<br \/>\nDer B\u00fcrgermeister ist ein gro\u00dfes Restaurant mit einer gro\u00dfen Terrasse. Weil es ein lauer Sommerabend ist, nehmen wir nat\u00fcrlich drau\u00dfen Platz. Witziger weise darf man hier auch nicht rauchen, sondern muss die Terrasse verlassen. Aber egal, auch damit kommen wir klar. Tobias und John g\u00f6nne sich ihre heimatlichen Lieblingsbiere, w\u00e4hrend ich mich mit Sibirski Korona begn\u00fcge, auch ein lecker Bier.<br \/>\nDas Essen ist schmackhaft, allerdings sind die Preise hier deutlich h\u00f6her als bisher gewohnt, aber so ist das eben in Metropolen.<br \/>\nSo gegen Mitternacht machen wir uns dann auf dem Weg zur\u00fcck in Hotel. Zu unserer \u00dcberraschung sind die Stra\u00dfenbauarbeiten immer noch in Gange, wenn auch jetzt mit den letzten Feinarbeiten wie Stra\u00dfenmarkierungen, die Gehwege fertig zu machen und soweit alles aufzur\u00e4umen. Irgendwie ungew\u00f6hnlich, weil bei uns w\u00e4re Freitagmittag Feierabend!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 85 &#8211; 22. August 22. August. Heute ist Sightseeing angesagt, sprich wir wollen das Zentrum von Moskau unsicher machen. Trotzdem schlafen wir uns aus und sind gegen Neun abmarschbereit um zu fr\u00fchst\u00fccken. 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