{"id":5114,"date":"2015-08-22T17:01:18","date_gmt":"2015-08-22T15:01:18","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5114"},"modified":"2018-09-21T17:52:38","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:38","slug":"bruecken-und-kein-ende","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5114","title":{"rendered":"Br\u00fccken und kein Ende"},"content":{"rendered":"<p>6. August. Heute wollen wir bis Novaya Chara kommen, au\u00dferdem gilt es das Denkmal f\u00fcr den goldenen Schienennagel zu fotografieren. Doch erst einmal wird gefr\u00fchst\u00fcckt, dabei gr\u00fc\u00dfen uns die Lokf\u00fchrer mit lautem Hornsignal und winken uns zu, schlie\u00dflich sitzen wir ja direkt neben der Trasse. Dann schnell das Camp abgebaut und los geht\u2019s.<br \/>\nWir n\u00e4hern uns jetzt auch den ersten kritischen Wegpunkten, sprich eingefallene Br\u00fccken, zu querende Eisenbahnbr\u00fccken und so weiter. Als wir unterwegs sind merken wir schnell, dass heute der Tag der Tag der Br\u00fccken wird. Eine mehr oder weniger gut zu befahrende Br\u00fccke reiht sich an die n\u00e4chste, immer wieder m\u00fcssen wir anhalten, um den besten Weg \u00fcber die Br\u00fccken zu erkunden.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2555.jpg\" alt=\"IMG 2555\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2557.jpg\" alt=\"IMG 2557\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2563.jpg\" alt=\"IMG 2563\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2566-1.jpg\" alt=\"IMG 2566\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Auch wenn sie nicht wirklich vertrauen erweckend sind ist doch erkennbar, dass sie regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberquert werden.<br \/>\nAls wir das Denkmal erreichen m\u00fcssen wir feststellen, dass eine in der N\u00e4he liegende Br\u00fccke k\u00fcrzlich durch einen Waldbrand zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/dsc_0221-1.jpg\" alt=\"DSC 0221\" width=\"448\" height=\"626\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2550-1.jpg\" alt=\"IMG 2550\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Eine Furt ist nicht zu finden und die einzige L\u00f6sung ist die Schienen zu \u00fcberqueren, nicht ganz einfach zu l\u00f6sen,weil der Radstand der Moppeds in etwa der Spurweite der Bahn entspricht. Doch findet eine L\u00f6sung, ein herumliegender Kasten passt genau zwischen die Gleise und ein gro\u00dfer Stein wird als Rampe genommen. Wir warten noch den n\u00e4chsten Zug ab und dann geht\u2019s z\u00fcgig auf die andere Seite, wo neben den Schienen eine Fahrspur verl\u00e4uft. Wir folgen ihr bis zur n\u00e4chsten M\u00f6glichkeit wieder auf die BAM zu kommen.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise m\u00fcssen wir heute keine Pf\u00fctzen oder schlammige Abschnitte bew\u00e4ltigen und die bef\u00fcrchtete gro\u00dfe Furt ist gl\u00fccklicherweise trocken, aber recht steinig und anspruchsvoll.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/dsc_0227.jpg\" alt=\"DSC 0227\" width=\"450\" height=\"253\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2569.jpg\" alt=\"IMG 2569\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2571.jpg\" alt=\"IMG 2571\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Trotzdem kommen wir gut voran. In dem kleinen \u00d6rtchen Hani machen wir Pause und genie\u00dfen k\u00fchle Getr\u00e4nke und Brot mit Salami und K\u00e4se. W\u00e4hrend wir nach dem Essen noch eine Rauchen taucht ein Einheimischer Bursche mit einer 650er Enduro auf. Er beginnt ein Gespr\u00e4ch mit uns \u00fcber das Woher und Wohin und erkl\u00e4rt uns gestenreich, dass die n\u00e4chsten Br\u00fccken der BAM zu gef\u00e4hrlich zum Befahren seien und wir die Eisenbahnbr\u00fccken benutzen sollen.<br \/>\nWir wissen ja mittlerweile, dass die Russen schmerzfrei sind, aber wenn sie sagen es sei zu gef\u00e4hrlich, dann soll man besser auf sie h\u00f6ren!<br \/>\nEr bietet uns an, uns sowohl zu den Eisenbahnbr\u00fccken zu bringen als auch wegen der Z\u00fcge nachzufragen. Bei der ersten Br\u00fccke angekommen sind wir dann doch etwas unsicher, schlie\u00dflich haben wir vorher noch keine Bahnbr\u00fccke benutzt. Aber nach genauerem Hingucken sieht ds ganz gut aus. Einziges Problem ist, wir haben f\u00fcr die 3 Br\u00fccken nur 20 Minuten Zeit, bevor der n\u00e4chste Zug kommt. Schon ein doofes Gef\u00fchl, diesen Druck im Nacken zu haben. Aber egal, wir wollen nach Chara. Also rauf auf die Moppeds, Arschbacken zusammen kneifen und rauf auf die Br\u00fccke. Der Schotter ist \u00e4hnlich wie diese \u00e4tzenden Rollsteine, doch wir k\u00f6nnen die Schwellen mitnutzen und so geht das ganz gut, Tobias voraus, dann John und zum Schluss ich.<br \/>\nBeim queren der Br\u00fccken kommt ganz sch\u00f6n viel Adrenalin in den Kreislauf und wir halten immer ein Auge auf die R\u00fcckspiegel, nicht dass wir unverhofft Zug bekommen.<br \/>\nNach dem wir auch die dritte Br\u00fccke \u00fcberquert haben wird erst einmal angehalten, tief durchgeatmet und eine Zigarette angesteckt. Kaum ist diese aufgeraucht donnert auch schon der n\u00e4chste Zug heran. Wir sind quasi just in time \u00fcber die Br\u00fccken.<br \/>\nZur\u00fcck auf der BAM geht es weiter nach Novaya Chara. Uns steht im Prinzip nur noch ein Hindernis bevor, n\u00e4mlich der Fluss Chara, dessen Br\u00fccke ist letztes Jahr abgebrannt und bisher gab es nur Ger\u00fcchte, dass eine neue Br\u00fccke gebaut werden soll.<br \/>\nWir haben Gl\u00fcck, es ist eine neue Br\u00fccke gebaut worden, und wir k\u00f6nnen diese neue Br\u00fccke tiefen entspannt \u00fcberqueren und sind danach auch schon in Novaya Chara. Gar kein so kleiner Ort und wir finden gegen\u00fcber dem Bahnhof ein nett eingerichtetes Hotel. Einziger Wermutstropfen ist, dass wir die Gemeinschaftsdusche nutzen m\u00fcssen, weil die Dusche in den Zimmern zur Zeit nur kaltes Wasser hat.<br \/>\nNach dem Duschen geht es zum Essen. Wir m\u00fcssen diesmal 20 Minuten laufen, bis wir an einem unscheinbaren Haus ankommen, in dem wir niemals ein Restaurant bzw. Kaffee vermutet h\u00e4tten. Es gibt eine umfangreiche Speisekarte, was wir auch schamlos ausnutzen. Leider kriegt die K\u00fcche das nicht hin, das Essen in der richtigen Reihenfolge zu servieren geschweige denn uns gleichzeitig mit Essen zu versorgen. Trotzdem, das Essen ist gut und Alles frisch zubereitet. Ein paart Tische weiter feiern ein paar Russen, mit den wir kurz ins Gespr\u00e4ch kommen. Daneben geben sich noch ein paar Russinnen die Kante. Irgendwann kommen die M\u00e4dels oder besser gesagt \u00e4lteren Damen auf den Trichter tanzen zu wollen, dementsprechend wird die Musik aufgedreht. Und in der Tat, tanzen k\u00f6nnen sie. Eine kommt dann auf mich zu und fordert mich zum Tanz, was ich nicht ablehnen mag, allerdings unterscheiden sich die europ\u00e4ischen Schritte dann doch von den hier \u00fcblichen, aber irgendwie klappt das schon ;-)<br \/>\nNach dem Tanz setze ich mich wieder, w\u00e4hrend John und Tobias abl\u00e4stern, aber das ist blo\u00df der pure Neid;-)<br \/>\nDann wird\u2019s Zeit f\u00fcr den R\u00fcckweg ins Hotel, es war doch ein anstrengender Tag und Morgen wird\u2019s bestimmt nicht besser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>6. August. Heute wollen wir bis Novaya Chara kommen, au\u00dferdem gilt es das Denkmal f\u00fcr den goldenen Schienennagel zu fotografieren. Doch erst einmal wird gefr\u00fchst\u00fcckt, dabei gr\u00fc\u00dfen uns die Lokf\u00fchrer mit lautem Hornsignal und winken uns zu, schlie\u00dflich sitzen wir ja direkt neben der Trasse. 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