{"id":5100,"date":"2015-08-22T16:56:35","date_gmt":"2015-08-22T14:56:35","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5100"},"modified":"2018-09-21T17:52:38","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:38","slug":"im-lkw-durch-den-fluss","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5100","title":{"rendered":"Fluss zu tief &#8211; LKW!"},"content":{"rendered":"<p>5. August. Nach einer etwas unruhigen Nacht wegen der vorbei donnernden G\u00fcterz\u00fcge sind wir zeitig hoch und machen uns \u00fcber das Fr\u00fchst\u00fcck her, Brot, K\u00e4se, Wurst und eine Art Nutella, dazu unseren Mac-Kaffee. Dann wird das Lager abgebaut und wir fahren weiter Richtung Kuanda.<br \/>\nDie BAM h\u00e4lt diesen Morgen ausnahmsweise keine \u00dcberraschungen f\u00fcr uns bereit und schon gegen halb zehn Morgens sind wir in Kuanda. Wir suchen zun\u00e4chst ein Magazin auf, um Vorr\u00e4te einzukaufen und nach einem Kamaz oder Ural zu fragen, der uns \u00fcber den Fluss Kuanda bringen kann. Leider bekommen wir mangels Sprachschwierigkeiten keine konkreten Ausk\u00fcnfte, aber wir werden an einen Johannes bzw. Wanja verwiesen, der ebenfalls ein Magazin betreibt und Deutsch kann.<br \/>\nBesagter Wanja taucht dann auch mit einem Sprinter auf und entpuppt sich als waschechter Deutscher, der hier immer f\u00fcr ein paar Monate mit seiner russischen Frau lebt und mit ihr zusammen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck ein Gesch\u00e4ft aufbaut. Sichtlich erfreut nehmen wir seine Einladung auf einen Kaffee und ein zweites Fr\u00fchst\u00fcck an. Wir folgen ihm zu seinem Laden und k\u00f6nnen dort auf der Veranda Platz nehmen und werden erst einmal mit Kaffee und Keksen versorgt w\u00e4hrend er ein paar Telefonate wegen des Lkw f\u00fchrt. Anschlie\u00dfend plaudern wir erst einmal \u00fcber Gott und die Welt und unsere Reise, von der er sichtlich angetan ist. Dazu nat\u00fcrlich die Freude, mit Leuten aus Deutschland zu sprechen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2531.jpg\" alt=\"IMG 2531\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2533.jpg\" alt=\"IMG 2533\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Dann taucht der Besitzer des Ural auf und erkl\u00e4rt, dass er nicht vor Abend den Kuanda furten kann, weil das Wasser noch zu hoch ist. Er rechnet damit, dass es bis zum Abend um gut 20 cm f\u00e4llt und er dann relativ sicher mit uns \u00fcber den Fluss kommt. Also ist Warten angesagt.<br \/>\nDie Zeit vergeht teilweise etwas schleppend, weil die \u00f6rtlichen Alkis uns in Augenschein nehmen wollen, wohl in der Hoffnung was zu trinken abzustauben. Aber Fehlanzeige, auch ohne Vodka haben sie Mu\u00dfe, uns und Wanja auf die Nerven zu gehen. Wobei er noch das Problem hat, dass sie nicht unerheblich zu seinem Umsatz beitragen. So sitzen wir halt und f\u00fcgen uns in unser Schicksal, wobei es durchaus Schlimmeres geben k\u00f6nnte. Es gibt kalte Getr\u00e4nke und immer wieder mal einen kleinen Snack und der Smalltalk mit Wanja macht auch Spa\u00df.<br \/>\nGegen halb Vier ist es dann so weit, der Lkw steht am Fluss bereit und wir machen uns, von Wanja und seinem Jungen begleitet auf dem Weg zur Furt und Verladestelle. Der Ural entpuppt sich als gro\u00dfer Muldenkipper und f\u00fcr 6.000 Rubel will er uns auf einmal \u00fcbersetzen. Ersteinmal schrecken wir wegen der Verladung zur\u00fcck, aber der Trucker hat ein paar Bohlen dabei, so dass wir alle Bikes gut verladen bekommen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2535.jpg\" alt=\"IMG 2535\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2537.jpg\" alt=\"IMG 2537\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2540.jpg\" alt=\"IMG 2540\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Wir verabschieden uns von Wanja und sagen noch einmal vielen Dank f\u00fcr die Hilfe und seine Gastfreundschaft.<br \/>\nDann beginnt die \u00dcberfahrt. Der Ural pfl\u00fcgt durch das Wasser, das schnell bis an die Unterkante der Ladefl\u00e4che reicht, wobei der Fahrer bestimmt schon nasse F\u00fc\u00dfe hat. Es ist ein wenig holprig aber sonst ist Alles gut.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2543.jpg\" alt=\"IMG 2543\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2545-1.jpg\" alt=\"IMG 2545\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>In der Mitte des Flusses geht es \u00fcber eine Sandbank, dann noch einmal tieferes Wasser und dann eine steile B\u00f6schung hoch. Schon cool, was mit so einem Truck m\u00f6glich ist. Ich glaube nicht, das so etwas ein deutscher Trucker mit seinem MAN, Mercedes oder sonst was versuchen w\u00fcrde&#8230; Abgeladen wird wieder mit den Planken, wobei der Ural in einer Mulde steht, es sieht so aus als wenn er das schon \u00f6fter gemacht hat.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2547-1.jpg\" alt=\"IMG 2547\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Dann verabschieden wir uns vom Fahrer und wir fahren noch zwei Stunden weiter, bis es Zeit wird ein Lager aufzuschlagen.<br \/>\nWir versuchen ein paar Pl\u00e4tze, aber \u00fcberall sind die sibirischen M\u00fccken derart pr\u00e4sent, dass wir weiterziehen. Schlie\u00dflich entscheiden wir uns f\u00fcr ein Pl\u00e4tzchen neben der Stra\u00dfe und Bahnstrecke, wo die M\u00fccken etwas weniger aufdringlich sind. Schnell haben wir das Camp aufgeschlagen und die Kocher an geschmissen. Wie immer gibt es unser Spezialmen\u00fc, entweder Nudeln mit Dosenfleisch oder Dosenfleisch mit Nudeln :-)<br \/>\nDiesmal haben wir in der Nacht richtig Spa\u00df, schlie\u00dflich donnern die Z\u00fcge grad mal 20 m vom Camp entfernt \u00fcber die BAM, andererseits brauchen wir uns daf\u00fcr weniger Gedanken um B\u00e4ren zu machen. Zwar hat man uns einige wilde Geschichten erz\u00e4hlt, aber wir glauben lieber dem J\u00e4ger in Kuanda, dass die B\u00e4ren derzeit mit den reifen Beeren mehr als zufrieden sind. Au\u00dferdem m\u00f6gen sie keinen L\u00e4rm und kein Feuer. Und laut ist es diese Nacht wirklich, aber trotzdem schlafen wir ein paar Stunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5. August. Nach einer etwas unruhigen Nacht wegen der vorbei donnernden G\u00fcterz\u00fcge sind wir zeitig hoch und machen uns \u00fcber das Fr\u00fchst\u00fcck her, Brot, K\u00e4se, Wurst und eine Art Nutella, dazu unseren Mac-Kaffee. 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