{"id":5057,"date":"2015-08-22T16:26:19","date_gmt":"2015-08-22T14:26:19","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5057"},"modified":"2018-09-21T17:52:38","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:38","slug":"wieder-am-baikal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5057","title":{"rendered":"Wieder am Baikal"},"content":{"rendered":"<p>2. August. Ab heute fahren wir auf der BAM! Nach Allem was wir wissen wird das kein Spa\u00df, sondern richtig harte Arbeit und schwierig f\u00fcr Mensch und Maschine, aber genau das haben wir gewollt als wir diese Reise geplant haben.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2464-1.jpg\" alt=\"IMG 2464\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Vielleicht noch ein paar Worte zur BAM, oder besser gesagt zur Baikal-Amur-Magistrale. Die ersten Planungen f\u00fcr diese Bahnlinie begannen in den 30er Jahren und es wurden auch einige Kilometer Gleise verlegt, allerdings im Verlauf des II. Weltkrieges wieder demontiert, weil die Gleise f\u00fcr die im Westen vorr\u00fcckende Front gebraucht wurden. In den 70igern wurden die Planungen wieder aufgenommen, weil sich die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und der Volksrepublik China verschlechterten und man aus strategischen und wirtschaftlichen Erw\u00e4gungen heraus eine Erg\u00e4nzung der Transsib weiter entfernt von der chinesischen Grenze f\u00fcr notwendig erachtete. Der Bau der Trasse wurde als nationales Gro\u00dfprojekt angegangen und auch der Komsomol (politischer Jugendverband) wurde intensiv eingebunden. Zur Vorbereitung wurde eine Stra\u00dfe entlang der geplanten Eisenbahnstrecke gebaut. Nach Abschluss der Bauarbeiten und Einweihung der Bahnstrecke wurde die Stra\u00dfe mehr oder weniger sich selbst \u00fcberlassen. Nur regional wurde ein wenig Stra\u00dfenunterhalt betrieben. Was bedeutet, dass viele Br\u00fccken mittlerweile ziemlich bauf\u00e4llig sind, die Stra\u00dfe teilweise kaum noch als Stra\u00dfe zu bezeichnen ist und wir uns letztlich mitten durch die Taiga k\u00e4mpfen werden, zwar gibt es alle 100 oder 200 km kleine Ortschaften und auch die Bahnstrecke wird meist in Sichtweite verlaufen, doch es wird auf jeden Fall ein Abenteuer werden.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zum aktuellen Geschehen. Nach den gestrigen Erfahrungen mit den M\u00fccken verzichten wir auf ein ausgedehntes Fr\u00fchst\u00fcck, aber ein Kaffee muss schon sein.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2463-1.jpg\" alt=\"IMG 2463\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Dann wird das Camp in Rekordzeit abgebrochen und wir machen uns auf den Weg. Ein festgelegtes Tagesziel haben wir nicht, aber Severobaikalsk soll es mindestens sein. Die Stra\u00dfe beginnt vielversprechend, aber es wird letztlich wie gestern, ruppig, Waschbrett und viele Steine. Wirklich z\u00fcgig geht es nicht voran, trotzdem reiht sich Kilometer an Kilometer. Es geht bergauf und bergab, meistens parallel zur Bahntrasse. Gegen sp\u00e4ten Vormittag machen wir in den Bergen eine Pause, und zu unserer Freude ohne M\u00fccken. Es gibt Brot, Wurst und K\u00e4se, dazu unsere Choko-Cookies.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/dsc_0203.jpg\" alt=\"DSC 0203\" width=\"450\" height=\"253\"><\/p>\n<p>Nach einer guten Stunde geht es dann weiter und am Nachmittag erreichen wir Severobaikalsk. Nach kurzer \u00dcberlegung suchen wir eine Unterkunft, die letzten Kilometer haben doch einige kleinere Macken an den Bikes hervorgerufen und ich habe ein merkw\u00fcrdiges Schlagen am Heck der XChallenge, das es aufzusp\u00fcren gilt. Wir kommen in einer Gostiniza unter, die einen guten Eindruck macht und wir belegen dort 2 H\u00fctten.<br \/>\nW\u00e4hrend Tobias und John die notwendigen Eink\u00e4ufe erledigen k\u00fcmmere ich mich um meine XChallenge und kann soweit alle Probleme beheben und noch ein paar andere Kleinigkeiten pistenfest machen. Tobias bekommt noch meine USB-Steckdose und damit sind die Bikes fit f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag.<br \/>\nVon der Wirtin werden wir noch auf einen gro\u00dfen Waldbrand aufmerksam gemacht, der am anderen Ufer des Baikal tobt und dessen Qualmwolken sogar von hier zu sehen sind.<br \/>\nNach der Dusche geht es dann in ein Kaffee, wir wir mal wieder richtig lecker Essen bekommen. Dazu ein k\u00fchles Bier und die Welt ist in Ordnung.<br \/>\nAuf dem R\u00fcckweg gucken wir noch einmal am See vorbei, dort k\u00f6nnen wir das W\u00fcten des Waldbrandes gut sehen, eine richtig rote Flammenwand zeigt sich am anderen Ufer. Gl\u00fccklicherweise sind wir nicht davon betroffen, da die obere Angara mit ihrem breiten Flussbett ein Vordringen des Feuers nach Norden verhindert. Trotzdem beschlie\u00dfen wir in Sachen Feuer sehr vorsichtig zu sein und lieber umzukehren als ger\u00f6stet zu werden. Immerhin ist es dies Jahr wieder au\u00dfergew\u00f6hnlich trocken in Sibirien.<br \/>\nZur\u00fcck in den H\u00fctten geht es dann schnell ins Traumland, auch wenn es ein kurzer Fahrtag war, die Piste steckt uns doch ein bisschen in den Knochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. August. Ab heute fahren wir auf der BAM! 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