{"id":5052,"date":"2015-08-22T16:25:37","date_gmt":"2015-08-22T14:25:37","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5052"},"modified":"2018-09-21T17:52:38","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:38","slug":"die-lena-und-die-bam","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5052","title":{"rendered":"Die Lena und die BAM"},"content":{"rendered":"<p>1. August. Nun wird es wirklich ernst, heute Abend erreichen wir mit Ulkan den Einstieg in die BAM. Aber zuerst wird gefr\u00fchst\u00fcckt und dann fahren wir los, zun\u00e4chst \u00fcber 100 km entlang des malerischen Flusstals der Lena, die hier, nur wenig von ihrer Quelle entfernt bereits ein veritabler Fluss ist. Die Stra\u00dfe verl\u00e4uft entlang der Flussbiegungen und des Steilufers und wir haben einige sch\u00f6ne Fotomotive zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2454-1.jpg\" alt=\"IMG 2454\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2455.jpg\" alt=\"IMG 2455\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2453.jpg\" alt=\"IMG 2453\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Dazu ein paar kleinere D\u00f6rfer, wo wir von den Passanten mit neugierigen Blicken begutachtet werden. Die Stra\u00dfe ist in guten Zustand, teilweise asphaltiert und doch sind noch einige matschige Stellen vom gestrigen Regen zu sehen. Gut, dass wir in Kachug gestoppt haben.<br \/>\nSo gegen Mittag erreichen wir Shigalowo, wo wir tanken und zu Mittag essen. Beim Essen k\u00f6nnen wir noch einen MI 8 beobachten, der zum auftanken in der N\u00e4he gelandet ist. Danach verlassen wir den Flusslauf der Lena und folgen der Tutura bis wir in den Hochwald kommen. Die Tutura ist deutlich kleiner als die Lena, aber das Tal hat durchaus auch seinen Reiz.<br \/>\nDann geht es in den Wald und leicht bergauf. Die Piste wird recht ruppig, ist aber ansonsten gut zu fahren. Stundenlang geht es ziemlich geradeaus durch den Wald, hin und wieder kommen uns Fahrzeuge entgegen oder wir \u00fcberholen Lkw, die auf dieser Piste eher langsam unterwegs sind. Regelm\u00e4\u00dfig tauchen links und rechts Camps auf, entweder f\u00fcr Holzf\u00e4ller oder f\u00fcr \u00d6lsucher, was leicht an der GazProm Fahne zu erkennen ist. In den Camps ist jede Menge schwere Technik zu sehen, aber auch diese speziellen Gel\u00e4ndefahrzeuge, die nahezu \u00fcberwiegend durchkommen, dann noch die eine oder andere Tanketka (Unterbau wie ein Panzer, oben eher wie ein Lkw). Einmal kommen wir sogar an einem Bohrturm vorbei.<br \/>\nIrgendwie nimmt diese Stra\u00dfe kein Ende, genauso wenig wie der Wald. Bisher bin ich noch nie \u00fcber 200 km durch einen Wald gefahren, in Deutschland bestenfalls mal 20 km, hier ist der Wald endlos.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2458.jpg\" alt=\"IMG 2458\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2460.jpg\" alt=\"IMG 2460\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Eben Sibirien und die Taiga.<br \/>\nUnd wir werden die n\u00e4chsten Tage knapp 2000 km durch die Taiga fahren&#8230; So gesehen ein guter Einstieg. Gegen Abend erreichen wir dann Ulkan, allerdings l\u00e4sst sich keine Gostiniza finden, also werden die Zelte auf einer Wiese an einem Fluss aufgeschlagen. Hier machen wir dann auch das erste Mal Bekanntschaft mit den sibirischen M\u00fccken, es sind nicht die gro\u00dfen M\u00fccken, die so \u00e4tzend sind, es sind diese Myriaden kleiner Ungeheuer, die einem den letzten Nerv rauben, \u00fcberall kriechen sie rein, ob Mund, Nase, Ohren oder Augen. So werden zum ersten Mal die Moskitonetze benutzt und auch Deet kommt hilfreich zur Anwendung.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2462-1.jpg\" alt=\"IMG 2462\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Zum Kochen haben wir keine Lust mehr, aber ein Mac-Kaffee muss dann doch sein. Noch kurz ein bisschen den Tag Revue passieren lassen, \u00fcber die M\u00fccken schimpfen und dann geht\u2019s ab ins Zelt. Nat\u00fcrlich ist es ein paar dieser Qu\u00e4lgeister gelungen sich ins Zelt zu schmuggeln, also wird die Jagdsaison er\u00f6ffnet. Ein gutes Dutzend dieser Viecher stirbt und dann kann ich in Ruhe in den Schlafsack kriechen.<br \/>\nSo richtig gut schlafen ist nicht, denn unsere Zelte haben wir gef\u00fchlt direkt neben der Bahn aufgebaut, zumindest nach der Lautst\u00e4rke zu urteilen, mit der die schweren G\u00fcterz\u00fcge \u00fcber die nahe gelegene Br\u00fccke donnern. Doch wir werden uns noch daran gew\u00f6hnen, schlie\u00dflich verlaufen BAM Stra\u00dfe und BAM Eisenbahn meistens recht dicht zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. August. Nun wird es wirklich ernst, heute Abend erreichen wir mit Ulkan den Einstieg in die BAM. 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