{"id":5040,"date":"2015-08-22T16:20:31","date_gmt":"2015-08-22T14:20:31","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5040"},"modified":"2018-09-21T17:52:38","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:38","slug":"johns-socken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=5040","title":{"rendered":"Johns Socken&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>31. Juli. Heute soll es zum Schamanen Felsen in Khuzhir, dem Hauptort der Insel Olchon gehen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck brechen wir auf. Leider entwickelt sich die Hauptverbindungsstra\u00dfe der Insel zum bisher schlechtesten St\u00fcck Stra\u00dfe der ganzen Reise, \u00fcbles Wellblech, Schlagl\u00f6cher und verdammt staubig. Wie in der Mongolei versuchen Alle irgendwie abseits der Stra\u00dfe besser voran zu kommen. Irgendwie geht das auch aber trotzdem macht es keinen Spa\u00df. John kommt mit sener BMW noch am Besten mit der Piste zurecht, das ESA-Fahrwerk der Adventure scheint hier wirklich gut zu funktionieren.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2444.jpg\" alt=\"IMG 2444\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2441.jpg\" alt=\"IMG 2441\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Nach einer guten Stunde R\u00fcttelei erreichen wir schlie\u00dflich Khuzhir, einerseits der Hauptort der Insel und Touristenhochburg, andererseits ein staubiges Kaff&#8230; Der Felsen entpuppt sich als vielbesuchter Aussichtspunkt, aber leider abgesperrt, so dass sich kein gutes Foto mit den Moppeds schie\u00dfen l\u00e4sst.<br \/>\nNachdem wir uns ausgiebig umgeguckt haben geht es diese R\u00fcttelpiste zur\u00fcck. Diesmal versuche ich es mit John mitzuhalten und in der Tat, es ist nicht ganz so schlimm mit der R\u00fcttelei, wenn man so um die 70 km\/h f\u00e4hrt. Da wir Tobias langsam aus den Augen verlieren halte ich am letzten Berg vor der F\u00e4hre an, um auf ihn zu warten. Dabei h\u00e4lt ein russischer Biker neben mir und entpuppt sich als Jemand, den wir zwei Tage vorher in Irkutsk getroffen haben. Sogar Sibirien ist in gewisser Weise klein ;-)<br \/>\nSobald Tobias in Sicht kommt fahre ich weiter zur F\u00e4hre, wo John uns schon erwartet. Wir haben Gl\u00fcck und d\u00fcrfen gleich auf die F\u00e4hre, es ist zwar ein bisschen eng, aber wir passen so gerade zwischen die Autos. Auf dem Festland machen wir erst einmal eine Pause, bevor es weiter nach Bayanday zum tanken geht. Dort haben wir dann eine etwas verr\u00fcckte Begegnung mit einer Frau in unserem Alter, die offensichtlich angetrunken ist. Sie spricht uns mit dem Klassiker \u201eAd kuda\u201c an und als sie erf\u00e4hrt woher wir sind und was wir vorhaben dr\u00fcckt sie uns und gibt uns Gottes Segen und den aller m\u00f6glichen Heiligen mit auf den Weg. Da kann ja Nichts mehr schief gehen bei unserem Vorhaben ;-)<br \/>\nW\u00e4hrend wir dann weiter fahren ziehen immer mehr dunkle Wolken am Himmel auf und bewegen sich in unsere Richtung. Das sieht nach Regen aus, entwickelt sich aber dann zu einem kr\u00e4ftigen Gewitter mit richtig viel Regen. Naja, was solls, im Prinzip sind unsere Klamotten ja wasserdicht. Trotzdem werden wir ziemlich nass, weil sich das Wasser durch den Fahrtwind den Weg unter den Kragen der Jacken bahnt.<br \/>\nKurz vor unserem Tagesziel Kachug h\u00f6rt der Regen auf und wir geraten in eine Polizeikontrolle. Nichts ernstes, sie wollen wohl nur wissen,wer das ist, der auf Moppeds in ihrem Bezirk unterwegs ist. So reicht es dem Wachtmeister auch, nur meine Papiere in Augenschein zu nehmen und schickt uns dann weiter. Im D\u00f6rfchen selber finden wir dann ein nett aussehendes Hotel mit angeschlossenem Restaurant.<br \/>\nAls wir auf den Parkplatz fahren stehen die K\u00fcchenm\u00e4dchen kichernd am Fenster und am\u00fcsieren sich k\u00f6niglich \u00fcber die neuen G\u00e4ste in ihrem etwas nassen Outfit:-)<br \/>\nTobias checkt die Lage und kommt kopfsch\u00fcttelnd zur\u00fcck, weil anscheinend keine der Damen an der Rezeption so richtig mitbekommen hat, was wir wollen, einfach nur ein oder zwei Zimmer und eine Dusche. Gl\u00fccklicherweise kommt da der Chef vom Restaurant, er spricht etwas Deutsch und damit ist die Lage dann schnell zu kl\u00e4ren. Wir bekommen ein Dreibettzimmer mit Dusche.<br \/>\nSchnell einchecken und dann unter die Dusche. W\u00e4hrend ich mich abtrockne h\u00f6re ich pl\u00f6tzlich Tobias schreien, ich stecke den Kopf aus der T\u00fcr und fahre gleich wieder zur\u00fcck, ein bestialischer Gestank nach totem Fisch, gammeligen K\u00e4se und \u00c4hnlichem f\u00fcllt den Raum. Ursache ist John, der gerade seine Stiefel ausgezogen hat. H\u00f6lle, Pest und Schwefel, was f\u00fcr ein Gestank&#8230; Hmh, sp\u00e4ter auf der BAM werden wir diesen Geruch nicht nur an John feststellen&#8230;<br \/>\nEgal, fertig machen zum Abendessen ist die Parole und dann geht es r\u00fcber ins Restaurant, wo wir auch mit der Kellnerin Verst\u00e4ndigungsprobleme haben. Aber trotzdem bekommen wir was zu Essen und nat\u00fcrlich auch Bier :-)<br \/>\nAnschlie\u00dfend geht\u2019s dann nach einer Zigarette aufs Zimmer und zu Bett, wobei \u00fcber Johns Socken nat\u00fcrlich noch etwas gefrotzelt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>31. Juli. 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