{"id":4685,"date":"2015-08-15T09:36:17","date_gmt":"2015-08-15T07:36:17","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4685"},"modified":"2018-09-21T17:52:39","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:39","slug":"reiterabenteuer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4685","title":{"rendered":"Reiterabenteuer"},"content":{"rendered":"<p>23. Juli. Da heute au\u00dfer dem Ausritt nichts weiter anliegt schlafen wir bis neun Uhr. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck steht auch schon unser F\u00fchrer mit den mongolischen Pferden vor der T\u00fcr, er im klassischen mongolischen Dress und wir im typischen Freizeitlook der Fernreisenden.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2277.jpg\" alt=\"IMG 2277\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Mal gucken wie wir mit den 1 PS Ger\u00e4ten (Pferde) zurecht kommen. Geritten sind wir Alle schon mal, allerdings liegt das etliche Jahre zur\u00fcck. Der Guide mustert uns skeptisch und weist jedem sein Pferd zu. Dann f\u00e4ngt das Abenteuer mit dem Aufsteigen an&#8230; Puh, wir sitzen dann ohne Unfall auf den Pferden. John hat das Man\u00f6ver am Besten gemeistert und darf zur Belohnung das Pferd selber steuern, w\u00e4hrend Tobias und ich an die Leine genommen werden. Dann geht es los, ein bisschen durch den Wald und nach 10 Minuten wird erst einmal an einer Jurte gestoppt. Es handelt sich um den Wohnsitz unseres Guides, sein, sein Vater, seine Frau und die Kinder sitzen im Ger und blicken uns neugierig an. Wir werden zum \u201eFr\u00fchst\u00fcck\u201c eingeladen, als erstes gibt es Kumis, die gegorene Pferdemilch, nicht wirklich das wahre, aber Tobias erbarmt sich, w\u00e4hrend John und ich jeweils nur einen Schluck nehmen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20150722_100749.jpg\" alt=\"20150722 100749\" width=\"450\" height=\"485\"><\/p>\n<p>Danach wird uns ger\u00e4ucherter Fisch angeboten, wo ich dann dankend ablehne mit Hinweis auf Magenproblemen, was allgemeines Gel\u00e4chter hervorruft. Doch dann wird selbst gebackenes Brot mit Butter gereicht, da greife ich dann auch zu. Danach sitzen wir wieder auf und werden weiter in den Wald in den Wald gef\u00fchrt, dort d\u00fcrfen wir dann kurz zugucken, wie sein Mutter Fische ausnimmt, dazu das Schlauchboot bewundern, mit dem sie nachts auf den See hinaus fahren und wahrscheinlich wild fischen.<br \/>\nDann endlich beginnt der Ausritt. Es geht leicht bergauf und tiefer in den Wald hinein. Wir folgen einem alten Weg und nun wird auch Tobias von der Leine gelassen und darf sein Gl\u00fcck mit der Steuerung des Pferdes versuchen. Mehr oder weniger leidlich gelingt ihm das auch, allerdings versucht das Pferd immer wieder mal seine eigenen Wege zu gehen. Ich genie\u00dfe es weiterhin an der langen Leine gef\u00fchrt zu werden, so kann ich mich umsehen und in aller Ruhe die Gegend genie\u00dfen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20150722_112508.jpg\" alt=\"20150722 112508\" width=\"336\" height=\"347\"><\/p>\n<p>Und die ist wirklich sehenswert, ein lockerer Nadelwald, durchsetzt mit Birken und immer wieder Waldwiesen voller Bl\u00fcten. Soweit so gut, unser Plan war, dass wir so um die 2 Stunden reiten werden. Nach einer guten Stunde gibt es eine Pause an einem Bach, die Pferde k\u00f6nnen ein wenig grasen und wir genie\u00dfen das sitzen auf einem Stein und rauchen eine Zigarette.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20150722_112528.jpg\" alt=\"20150722 112528\" width=\"450\" height=\"536\"><\/p>\n<p>Von unserer Position aus k\u00f6nnen wir einen alten Pass erkennen und Tobias fragt den Guide, ob man da hinauf kommt. Naja, das war wohl die falsche Fragestellung wie sich nach der Pause herausstellt, wir reiten dann n\u00e4mlich den Pass hinauf. Warum auch nicht, wir haben ja Zeit dachten wir uns. Zun\u00e4chst ging es langsam aber stetig hinauf, dann wurde es steiler und den Pferden wurde ziemlich warm. Der Pass war schon lange aufgegeben und wirklich nur noch von Pferden, Fu\u00dfg\u00e4ngern oder vielleicht mit ner kleinen und leichten Cross-Maschine zu bew\u00e4ltigen. Ungef\u00e4hr auf halber Strecke wurde wieder eine Pause eingelegt und wir bewunderten den Ausblick auf diese sch\u00f6ne Landschaft. Wirklich beeindruckend diese Bergwelt, vielleicht ein wenig der Karstlandschaft in S\u00fcdeuropa \u00e4hnlich, aber doch Grund verschieden.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2312.jpg\" alt=\"IMG 2312\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2307.jpg\" alt=\"IMG 2307\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Und weiter ging es bergauf, ich durfte dann auch selbst die Z\u00fcgel in die Hand nehmen und versuchte dann auch mein Gl\u00fcck mit dem Pferd, nicht ganz einfach, weil mein Pferd immer sehr am Rand des Weges laufen wollte und mir das zu dicht am Abgrund war. Aber letztendlich konnten wir uns einigen ;-) Dann erreichten wir die Passh\u00f6he, vielleicht 1500 m aber trotzdem sehr beeindruckend von der Umgebung her.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20150722_124642.jpg\" alt=\"20150722 124642\" width=\"450\" height=\"337\"><\/p>\n<p>Hier wurde eine l\u00e4ngere Pause eingelegt und dann pl\u00e4dierten wir f\u00fcr den R\u00fcckweg, weil so langsam tat uns einiges weh, schlie\u00dflich sind die mongolischen S\u00e4ttel nicht so weich gepolstert und bequem wie die bei uns gebr\u00e4uchlichen S\u00e4ttel, dazu sind die Pferde auch ne Nummer kleiner als unsere. Sozusagen die kleine Variante einer Super T\u00e9n\u00e9r\u00e9 ;-)<br \/>\nLeider fing es dann an zu regnen und so sa\u00dfen wir wieder auf und ritten den Pass hinab. Rauf war ja noch einfach, aber runter f\u00fchlte sich doch etwas komisch an, wir rutschten nach vorne und mussten uns mit den F\u00fc\u00dfen in den Steigb\u00fcgeln abst\u00fctzen, was ganz sch\u00f6n auf die Knochen ging. Au\u00dferdem sah das Alles viel steiler aus als beim Aufstieg. Zum Gl\u00fcck waren die Pferde sehr trittsicher und w\u00e4hlten ihre Schritte sorgf\u00e4ltig. Der Regen lie\u00df zum Gl\u00fcck bald nach und wir trockneten langsam ab. Unten im Tal noch einmal eine kurze Pause und weiter gings zur\u00fcck zum Camp.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20150722_110031.jpg\" alt=\"20150722 110031\" width=\"337\" height=\"345\"><\/p>\n<p>Der Guide dr\u00fcckte ein wenig auf die \u201eTube\u201c, was uns dann noch einmal in gewisse Schwierigkeiten brachte, weil wir ja keine wirklichen Reiter waren und die S\u00e4ttel gerade vorn im Schritt einfach zu hart waren. Doch wir haben auch diese Herausforderung gemeistert und sind sicher im Camp angekommen. Statt Zwei Stunden waren wir letztlich fast sechs Stunden unterwegs, aber es hat Spa\u00df gemacht, auch wenn wir sp\u00e4ter etliche unbekannte Muskeln sp\u00fcren durften.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/img_2310.jpg\" alt=\"IMG 2310\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gingen wir Baden und genossen das k\u00fchle Wasser, allerdings brauchte es seine Zeit bis wir ganz drin waren. Ich kontrollierte dann noch einmal den K\u00fchlerschlauch und f\u00fcllte etwas Wasser auf. Danach ein wenig ruhen und dann nach dem Abendessen zu Bett, schlie\u00dflich geht es Morgen wieder weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>23. Juli. Da heute au\u00dfer dem Ausritt nichts weiter anliegt schlafen wir bis neun Uhr. 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