{"id":4423,"date":"2015-07-28T15:52:57","date_gmt":"2015-07-28T13:52:57","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4423"},"modified":"2018-09-21T17:52:39","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:39","slug":"disco-mal-anders","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4423","title":{"rendered":"Disco mal anders"},"content":{"rendered":"<p>21. Juli. Unser heutiges Tagesziel hei\u00dft M\u00f6r\u00f6n, sprich wir gehen in ein Hotel und wollen neben dem Komfort eines Bettes nach vier Tagen auch eine hei\u00dfe Dusche, um den ganzen Staub abzusp\u00fclen.<br \/>\nDoch erst einmal wird in Ruhe gefr\u00fchst\u00fcckt, da unsere Zelte noch ein wenig abtrocknen m\u00fcssen.<br \/>\nDiesmal gibt es f\u00fcr John ein Spezialfr\u00fchst\u00fcck, er hat sich eine Dose Fisch geg\u00f6nnt, w\u00e4hrend Tobias und ich mit Marmelade und Nougatcreme zufrieden sind.<br \/>\nDann brechen wir unser Lager ab, diesmal mit jugendlicher Begleitung, ein neugieriger Junge watet durch den Fluss um uns zu begr\u00fc\u00dfen und ein wenig zuzugucken.<br \/>\nZur\u00fcck auf der Piste geht es im \u00fcblichen Rhythmus weiter.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_2256.jpg\" alt=\"IMG 2256\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Doch diesmal warten noch zwei nicht ganz kleine P\u00e4sse auf uns. Doch bis dahin ist noch einiges an Kilometern abzurei\u00dfen. Die Piste wird nun etwas rauer, aber das sind wir mittlerweile gew\u00f6hnt. Der Anstieg zum ersten Pass ist etwas ungew\u00f6hnlich f\u00fcr uns, weil sich hier erstmals seit Tagen eine gut gepflegte Piste auftut, breit geschwungen geht es aufw\u00e4rts, sogar Begrenzungspfosten sind vorhanden. Auf der Passh\u00f6he dann sogar ein Schild mit dem Namen des Passes und viele Autos, deren Insassen die Aussicht genie\u00dfen. Ich fahre vorweg und halte an der ersten Serpentine auf der herabf\u00fchrenden Seite, um die Jungs zu Filmen, leider sind sie zu schnell und m\u00fcssen daher kehrt machen. Dann geht es weiter ins Tal, immer noch auf dieser gepflegten Piste und auf weit geschwungenen Serpentinen. Im Tal ist die Piste an mehreren Stellen von Erdrutschen versch\u00fcttet worden, so geht es auf holprigen Umwegen daran vorbei und wieder auf die Piste. Die n\u00e4chsten Kilometer sind einfach genial, die breite und glatte Piste erlaubt es uns, das erste mal seit Tagen den 5. Gang zu benutzen ;-) Doch nach 20 km findet der Spa\u00df ein Ende, es geht wieder auf der gewohnt ruppigen Piste weiter. Der zweite ist ist weniger spektakul\u00e4r, doch er bietet f\u00fcr mich trotzdem eine geh\u00f6rige Portion Adrenalin. Kurz vor der Passh\u00f6he bin ich recht z\u00fcgig unterwegs und denke, weil mir ein SUV entgegenkommt ich kann auf der anderen Seite z\u00fcgig weiter fahren, doch vertan, es folgt ein gef\u00fchlt fast senkrechter Abstieg den ich gerade noch vermeiden kann. Ersteinmal Luft holen, bevor ich dann auf den normalen Abstieg schwenke. Dabei kann ich sehen, dass es schon gut gegangen w\u00e4re, aber trotzdem, lieber auf Nummer sicher gehen :-)<br \/>\nNun sind es nur noch 50 km bis zum Tagesziel. Trotzdem zieht es sich irgendwie, der Verkehr nimmt zu und wir m\u00fcssen mehr aufpassen. Kurz vor M\u00f6r\u00f6n treffen wir dann noch auf einen Deutschen, der mit einem dieser kleinen chinesischen Moppeds unterwegs ist. Er fragt uns nach dem Weg und ein Blick auf unsere Karte hilft ihm dann weiter. Weiter geht\u2019s nach M\u00f6r\u00f6n, was sich dann als recht gro\u00dfes St\u00e4dtchen herausstellt. Etliche Hotels stehen zur Auswahl und wir landen in einem recht ordentlichen Hotel, nat\u00fcrlich mit Dusche und WC auf dem Zimmer wie gew\u00fcnscht. Und die Moppeds d\u00fcrfen wir sogar in der Tiefgarage abstellen.<br \/>\nAlso runter die Klamotten und ab unter die Dusche. Das ist wirklich eine Wohltat nach diesen staubigen Tagen endlich wieder richtig sauber zu sein. Nach dem Duschen geht\u2019s raus, um ein Restaurant zu finden. Wir haben Gl\u00fcck und brauchen nicht weit zu laufen. Es gibt wirklich gutes Essen, wir bekommen einen tollen Eiersalat und gebratenes Rindfleisch mit Reis, was absolut super schmeckt und gut gew\u00fcrzt ist.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_2258.jpg\" alt=\"IMG 2258\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Kein Vergleich mit den fettigen Gerichten an der Stra\u00dfe und anscheinend ist die mongolische K\u00fcche doch etwas vielseitiger als gedacht. Das Bier ist auch lecker und nach dem Essen sehen wir auf der anderen Stra\u00dfenseite so etwas wie eine Disco. Eine kurze Lagebesprechung und wir beschlie\u00dfen dort rein zu gucken. Es ist in der Tat eine Disco und Jung und Alt tanzen dort zu moderner mongolischer Disco-Musik. Also schnell einen Tisch besetzt, ein Bier bestellt und ein wenig um geguckt. Doch viel Zeit l\u00e4sst man uns nicht, schnell werden wir von den Mongolinnen aufgefordert und m\u00fcssen uns dem doch etwas anderem Tanzstil anpassen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/20150720_224419.jpg\" alt=\"20150720 224419\" width=\"337\" height=\"450\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/20150720_224357.jpg\" alt=\"20150720 224357\" width=\"337\" height=\"450\"><\/p>\n<p>Es macht Spa\u00df, nach fast 2 Monaten on the Road mal wieder zu tanzen. Doch der Spa\u00df ist viel zu schnell vorbei, Punkt Elf wird die Musik ausgeschaltet, das Licht aufgedreht und die Leute fangen an den Laden zu verlassen. F\u00fcr uns irgendwie unverst\u00e4ndlich, aber andere L\u00e4nder andere Sitten.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/20150720_230528.jpg\" alt=\"20150720 230528\" width=\"450\" height=\"337\"><\/p>\n<p>Komischerweise scheinen die M\u00e4dels, mit denen wir zum Schluss getanzt haben noch etwas mit uns vor zu haben. Irgendwie komisch, zumal wir uns kaum verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen. Da man uns jetzt auffordert nach drau\u00dfen zu gehen verlassen wir die Disco und Tobias und ich rauchen erst mal eine Zigarette. Da taucht noch ein Typ auf, der irgendwie mit den M\u00e4dels zu tun hat und redet auf uns ein. Ein zweiter Typ erscheint und beginnt ebenfalls auf Tobias einzureden. Gleichzeitig fangen die M\u00e4dels an, an uns herum zu ziehen. Das Ganze kommt uns sehr merkw\u00fcrdig vor und so beschlie\u00dfen wir, dass es besser f\u00fcr uns ist, wenn wir zum Hotel zur\u00fcck kehren. Sozusagen safe ground :-) Im Nachhinein denken wir, dass es sich wohl um so etwas wie Gelegenheitsprostitution gehandelt haben mag, obwohl das nicht sicher ist. Andererseits, warum sollten Mongolinnen, mit denen wir nur ein paar T\u00e4nze getanzt haben so von uns beeindruckt sein, dass sie uns zu sich nach Hause oder wohin auch immer mitnehmen wollten. Naja, es war trotzdem ein lustiger Abend und es zeigt sich, dass sich in den St\u00e4dten der Mongolei Einiges bewegt in Richtung Entwicklung, nicht nur beim \u201eNightlife\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>21. Juli. Unser heutiges Tagesziel hei\u00dft M\u00f6r\u00f6n, sprich wir gehen in ein Hotel und wollen neben dem Komfort eines Bettes nach vier Tagen auch eine hei\u00dfe Dusche, um den ganzen Staub abzusp\u00fclen. Doch erst einmal wird in Ruhe gefr\u00fchst\u00fcckt, da unsere Zelte noch ein wenig abtrocknen m\u00fcssen. 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