{"id":4402,"date":"2015-07-28T15:15:54","date_gmt":"2015-07-28T13:15:54","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4402"},"modified":"2018-09-21T17:52:39","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:39","slug":"passkontrolle-am-ende-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4402","title":{"rendered":"Passkontrolle am Ende der Welt"},"content":{"rendered":"<p>19. Juli. Da wir am Campen sind gabs mal wieder ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck, einen M\u00fcsliriegel pro Nase und 2 Tassen Mac-Kaffee. Eigentlich soweit okay. Dann schnell das Camp abgebaut und wieder rauf auf die Moppeds. Zur\u00fcck zur Piste und dann weiter Richtung Tsagaanhairkhan zum tanken und auffrischen der Wasservorr\u00e4te und einem Snack sowie kalten Getr\u00e4nken.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_2215.jpg\" alt=\"IMG 2215\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Wieder sind wir eine kleine Sensation im Dorf. Leider taucht auch noch ein Betrunkener auf, der Mitfahren will, aber wir k\u00f6nnen ihn halbwegs freundlich abwimmeln.<br \/>\nWeiter geht\u2019s, immer wieder bergauf und bergab auf einer recht guten Piste bis wir auf eine Art Flusslandschaft treffen, das hei\u00dft es geht durch Buschland und m\u00e4andernde Flussl\u00e4ufe, die zum Gl\u00fcck alle bis auf ein kleines Rinnsal trocken gefallen sind. Anhand der Spuren und der vielen Tracks k\u00f6nnen wir gut nachvollziehen, welche Plackerei das f\u00fcr uns gewesen w\u00e4re, wenn alles mit Wasser gef\u00fcllt w\u00e4re. Wir sind schon Gl\u00fcckskinder was das Wetter und auch sonst die Umst\u00e4nde betrifft. Trotzdem, einfach ist die Fahrerei durch diese trocken gefallenen Wetlands trotzdem nicht, die Ein- und Ausfahrten der Wasserl\u00e4ufe haben es in sich, teilweise ausgefahren und ziemlich steil, dazu tauchen immer wieder Viecher pl\u00f6tzlich aus den B\u00fcschen auf. Aber andererseits eine sch\u00f6ne Landschaft mit viel Gr\u00fcn und immer wieder die Gers der Mongolen. Interessanterweise stehen relativ viele SUV aber auch normale Pkw neben den Gers.<br \/>\nNachdem wir die Wetlands gequert haben geht es einen kleinen aber heftigen Pass hinauf und oben angekommen sieht der Abfahrt auch nicht so easy aus. Also erst einmal eine Pause eingelegt, nat\u00fcrlich mit einem Snickers vers\u00fc\u00dft und dazu noch der letzte Rest eines Getr\u00e4nks mit Geschmack statt des Wassers aus unseren Trinkrucks\u00e4cken.<br \/>\nDoch zum Gl\u00fcck ist die Abfahrt leichter als bef\u00fcrchtet und so geht es durch einen Kiefernwald stetig bergab. Teilweise sind noch Brandspuren an den B\u00e4umen zu sehen, also aufpassen mit den Zigaretten!<br \/>\nDann endlich sind wir im Tal und fahren an ein paar H\u00e4usern vorbei, \u00fcber denen eine mongolische Flagge weht. Kurz bevor wie sie passieren kommt ein Soldat wie wild auf uns zu gerannt und schwenkt eine rote Fahne, um uns anzuhalten. Was wir nat\u00fcrlich prompt tun. Ein zweiter Soldat mit einem Stern mehr auf den Schultern gesellt sich dazu. Sie wollen unsere P\u00e4sse sehen und sind angemessen erstaunt, als sie feststellen, woher wir kommen. Dann kommt ein Dritter hinzu, mit 3 Sternen, also noch einmal P\u00e4sse vorzeigen, diesmal werden unsere Namen, Passnummer und Kfz-Nummer notiert. Keine Ahnung wozu, aber wahrscheinlich damit sie was f\u00fcrs Wachbuch haben, denn das war unsere erste und einzige Kontrolle in der gesamten Mongolei.<br \/>\nDann geht es weiter, schlie\u00dflich wollen wir in wenigen Kilometern wieder auf der \u201eHauptstra\u00dfe\u201c der Nordroute sein, der A18.<br \/>\nTja, die Kreuzung entpuppt sich als ziemlich unspektakul\u00e4r, zwei Feldwege treffen aufeinander, der einzige Unterschied ist, dass auf der A18 Stra\u00dfenschilder zu finden sind. Zu Allem \u00dcberfluss f\u00e4ngt mein Navi an in seiner Halterung zu tanzen, noch ein Teil, was den Belastungen nicht mehr gewachsen ist. Aber auch hier helfen Improvisation und Kabelbinder und Alles ist gut!<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_2222.jpg\" alt=\"IMG 2222\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_2223.jpg\" alt=\"IMG 2223\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf verbreitert sich der Feldweg dann etwas, es sind nachher zwei Tracks je Richtung, quasi die mongolische Variante einer Autobahn.<br \/>\nAn einer Stelle war John etwas z\u00fcgig unterwegs und bekam die Kurve nicht, also gerade aus und nat\u00fcrlich dann das Bike dezent abgelegt.<br \/>\nIch k\u00f6nnte jetzt lange die Landschaft beschreiben, die in ihrer Kargheit trotzdem sehr Abwechslungsreich ist und einige wundersch\u00f6ne Berglandschaften zeigt, aber irgendwie will mir das nicht richtig gelingen, also einfach ein paar Bilder anschauen oder selber hierher kommen.<br \/>\nGegen Abend erreichen wir Tes und frischen unsere Vorr\u00e4te auf, da wir wieder Campen wollen. Leider finden wir keinen perfekten Platz an einem Fluss, aber wir schlecht ist dieser Platz auch nicht.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/20150719_210314-1.jpg\" alt=\"20150719 210314\" width=\"333\" height=\"279\"><\/p>\n<p>Diesmal gibt es Nudeln mit roter So\u00dfe und klein geschnittener Paprika, dazu wie immer den Mac-Kaffee. Gegen Sonnenuntergang verschwinden wir in den Zelten und genie\u00dfen die Stille der Nacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>19. Juli. Da wir am Campen sind gabs mal wieder ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck, einen M\u00fcsliriegel pro Nase und 2 Tassen Mac-Kaffee. Eigentlich soweit okay. Dann schnell das Camp abgebaut und wieder rauf auf die Moppeds. 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