{"id":4169,"date":"2015-07-03T11:17:18","date_gmt":"2015-07-03T09:17:18","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4169"},"modified":"2018-09-21T17:52:40","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:40","slug":"schraube-locker-und-wieder-berge","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4169","title":{"rendered":"Schraube locker und wieder Berge"},"content":{"rendered":"<p>28. Juni &#8211; Heute sollte es zun\u00e4chst nach Jallalabad gehen, wo wir uns vorerst von John und Andy trennen. Sie fahren weiter nach Bishkek bzw. Almaty und wir gehen in die Berge Kirgisiens, grobe Richtung Song Kul. Zun\u00e4chst ging es erst mal tanken, dabei f\u00fchlte sich mein Lenker so komisch an, es stellte sich heraus dass sich eine Schraube gel\u00f6st hatte, also schnell Werkzeug ausgepackt und die Schraube angezogen. Erledigt, es f\u00fchlte sich wieder gut an.<br \/>\nSp\u00e4ter sind wir dann in Jallalabad abgebogen und durch Nebenstra\u00dfen gefahren. Soweit scheint es den Leuten hier recht gut zu gehen, die H\u00e4user rausgeputzt, teilweise richtig gro\u00df und im Stra\u00dfenbild fallen die vielen alten Audi 100 aus den 90zigern auf,<br \/>\nNach etlichen Kilometern ging es dann bergauf, zun\u00e4chst noch auf Asphalt, dann auf Schotter, aber in besserem Zustand als teilweise in Tadjikistan. Dann ging es in eine enges Tal, durch das sich die Stra\u00dfe schl\u00e4ngelte und dabei weiter an H\u00f6he gewann. Immer wieder trafen wir auf Bauarbeiter, die entweder die Stra\u00dfe reparierten oder an der Seite die Wasserabl\u00e4ufe erneuerten.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_1951.jpg\" alt=\"IMG 1951\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Dann ging es einen Pass hinauf, immer h\u00f6her schl\u00e4ngelte sich der gut ausgebaute Schotterpass in die H\u00f6he und wir bekamen einen herrlichen Blick auf die umliegenden T\u00e4ler und Berge. Weiter oben kamen uns dann 2 Vierachs Lkw entgegen, Himmel, wo hier \u00fcberall Lkw unterwegs sind. Und nat\u00fcrlich durfte auch der Sprinter nicht fehlen, der im Gegensatz zu den chinesischen Kleinbussen in Tadjikistan hier die tragende Rolle im \u00d6PNV spielt. Nach der Passh\u00f6he konnten wir weit in die nachfolgende Ebene und den rollenden H\u00fcgeln gucken.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_1952.jpg\" alt=\"IMG 1952\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Allerdings nahm der Abstieg doch mehr Zeit in Anspruch als erwartet, wir mussten etliche Kilometer durch diese H\u00fcgellandschaft fahren bevor wir die Ebene erreichten.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_1958.jpg\" alt=\"IMG 1958\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_1960.jpg\" alt=\"IMG 1960\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Links und rechts der Passstra\u00dfe waren Jurten zu sehen, in denen die Familien den Sommer \u00fcber wohnten, w\u00e4hrend ihre Herden auf den Sommerweiden grasten. Meistens wurden wir winkend gegr\u00fc\u00dft, allerdings fanden viele Hirtenhunde unsere Moppeds als St\u00f6renfried und versuchten uns bellend zu vertreiben. So gegen 15:30 fanden wir dann ein Kaffee, um unseren Durst und Hunger zu stillen. Es gab endlich mal wieder Kottlett, dazu Reis, Bulgur und Kartoffelp\u00fc. Da es schon sp\u00e4t war und wir bis zu n\u00e4chsten Unterkunft ca. 4 Stunden zu fahren h\u00e4tten entschlossen wir uns zu Campen. Also noch kurz Tanken, im Magazin Wurst, Brot und \u00c4pfel gekauft und dann begann die Suche nach einem sch\u00f6nen Zeltplatz. Ein erster Versuch am Fluss scheiterte mangels Zug\u00e4nglichkeit, daher gings einen schmalen Feldweg entlang etwas aufw\u00e4rts in die H\u00fcgel. Hier fanden wir dann einen passende Platz.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dsc_0158.jpg\" alt=\"DSC 0158\" width=\"450\" height=\"253\"><\/p>\n<p>Kurz gewartet und dann die Zelte aufgebaut. Anschlie\u00dfend gabs erst den Apfel, dann Wurst mit Brot. Eigentlich gar nicht so schlecht:-)<br \/>\nDer Abend verging mit Erz\u00e4hlungen aus fr\u00fcheren Zeiten bzw. dem beobachten der Wolken am Horizont, in den Bergen gegen\u00fcber gabs ein heftiges Gewitter und auch bei uns zogen dunkle Wolken auf, es gab aber nur ein paar Tr\u00f6pfchen. Kurz vor Sonnenuntergang bekamen wir ein paar herrliche Farbenspiele der tiefstehenden Sonne auf die Berge zu sehen, einfach gigantisch.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dsc_0163.jpg\" alt=\"DSC 0163\" width=\"450\" height=\"253\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dsc_0166.jpg\" alt=\"DSC 0166\" width=\"450\" height=\"253\"><\/p>\n<p>Ein Hirte kam noch mit seinem Sohn auf dem Weg in die Berge vorbei, aber es ergab sich keine Unterhaltung, irgendwie wirken sie sch\u00fcchtern.<br \/>\nSo kurz nach Sonnenuntergang verkrochen wir uns in die Zelte. Ich hatte mal wieder keine perfekt ebene Fl\u00e4che ausgeguckt, also musste ich mich etwas quer legen und so ging es dann. Nur einmal kurz lie\u00dfen mich ein paar Windb\u00f6en und Regentropfen auf der Zeltplane hochschrecken, ansonsten hatten wir Gl\u00fcck, es gab keinen Regen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28. Juni &#8211; Heute sollte es zun\u00e4chst nach Jallalabad gehen, wo wir uns vorerst von John und Andy trennen. Sie fahren weiter nach Bishkek bzw. Almaty und wir gehen in die Berge Kirgisiens, grobe Richtung Song Kul. 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