{"id":4156,"date":"2015-07-03T11:15:38","date_gmt":"2015-07-03T09:15:38","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4156"},"modified":"2018-09-21T17:52:40","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:40","slug":"gipfelsturm-und-ein-verschneiter-pass","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=4156","title":{"rendered":"Gipfelsturm und ein verschneiter Pass"},"content":{"rendered":"<p>26. Juni &#8211; Heute haben wir zwei Viertausender P\u00e4sse und den Grenz\u00fcbergang nach Kirgistan auf dem Zettel. Doch erst einmal kommt das Fr\u00fchst\u00fcck, diesmal mit Andy;-) Tobias war f\u00fch hoch und durfte sich im Uazzik des Besitzers der Lodge als Trucker f\u00fchlen:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19141.jpg\" alt=\"IMG 1914\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19151.jpg\" alt=\"IMG 1915\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wird gepackt und ich genie\u00dfe die trockenen Stiefel, noch einmal auftanken, schlie\u00dflich sind gut 400 km abzurei\u00dfen. Dann geht es los. Wir verlassen Khorog zwar im Sonnenschein, k\u00f6nnen aber am Horizont bereits das erste dunkle Wolkenfeld erkennen. Und es gibt eine \u00dcberraschung, es ist kein Regen sondern Schnee, auf \u00fcber 3000 m eigentlich keine \u00dcberraschung, aber f\u00fcr uns schon. Zum Gl\u00fcck bleibt er nicht auf der Stra\u00dfe liegen! Andererseits, es ist eine Abwechslung zu den Schauern, die nat\u00fcrlich nicht ausbleiben. So geht es in wechselndem Wetter weiter zu Ak Baital Pass. Erstaunlicherweise k\u00f6nnen wir diesen Pass bei strahlendem Sonnenschein erklimmen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19161.jpg\" alt=\"IMG 1916\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Direkt hinter der Passh\u00f6he treffen wir auf drei italienische Motorradfahrer. Es gab ein gro\u00dfes Hallo und die \u00fcblichen Fragen nach dem Woher und Wohin.<br \/>\nNach einer Viertelstunde ging es dann weiter.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19171.jpg\" alt=\"IMG 1917\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wieder im \u00fcblichen Wechsel der Witterungsverh\u00e4ltnisse, nur wurde es k\u00e4lter, gef\u00fchlt im Minusbereich, tats\u00e4chlich noch knapp dr\u00fcber. Nach dem Pass ging es es parallel zur chinesischen Grenze, die ca. 50 m von der Stra\u00dfe entfernt durch einen Zaiun markiert wurde. Die Jungs lie\u00dfen es sich nicht nehmen, mal eben China zu betreten. Man gut dass sich hier keine Grenzposten aufhielten!<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19301.jpg\" alt=\"IMG 1930\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19311.jpg\" alt=\"IMG 1931\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Am Karakul See bekamen wir noch einmal ein tolles Naturschauspiel geboten, ein gro\u00dfer Teil des Sees lag in strahlendem Sonnenschein, der Rest, leider unsere Richtung verschwand unter hell angestrahlten Regenwolken und es waren die Schlieren des Regen deutlich zu sehen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19211.jpg\" alt=\"IMG 1921\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19251.jpg\" alt=\"IMG 1925\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Genau dort mussten wir entlang. Naja, es ist wie es ist wie wir Norddeutsche sagen. Die Stra\u00dfe war nach wie vor relativ gut und nach ca. 20 km schraubten wir uns zum zweiten Viertausender hoch. Kurz vor der Passh\u00f6he lag der tadjikische Grenzposten. War f\u00fcr ein gottverlassener Ort, ein paar Container und H\u00fctten bildeten den gr\u00f6\u00dften Teil des Checkpoints und ansonsten war es ziemlich ungem\u00fctlich dort oben. Zun\u00e4chst ging Alles recht fix, doch dann mussten wir noch zum Veterin\u00e4r, nat\u00fcrlich umsonst, wir haben keine Haustiere dabei! Dann galt es noch eine sogenannte Verkehrsabgabe zu bezahlen, aus unserer Sicht eine halbwegs legale Art um den Grenzern einen kleinen Nebenverdienst zu erm\u00f6glichen. Dann durften wir aufsitzen, um nach 20 m zun\u00e4chst vom Antidrogenteam weiter geschickt zu werden zur letzten Passkontrolle, die in Sichtweite aller vorherigen Kontrollen stattfand.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19331.jpg\" alt=\"IMG 1933\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir unsere P\u00e4sse abgaben fing es zu Allem \u00dcberdruss auch noch an zu schneien, und zwar richtig. Gef\u00fchlt dauerte die letzte Passkontrolle 30 Minuten und wir hatten alle ein d\u00fcnne wei\u00dfe Schicht auf Klamotten und Moppeds. Tats\u00e4chlich waren es wohl \u201enur\u201c 20 Minuten, bevor wir endlich weiter den Pass hinauf durften Richtung Kirgistan.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/img_19361.jpg\" alt=\"IMG 1936\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Wobei das langsam schwierig wurde, durch den Schneefall war es schwierig die richtige Linie zu finden und der Boden war gefroren und die oberste Schicht war am tauen, so war es schwierig die richtige Linie und den richtigen Dreh am Gasgriff zu finden, damit wir die Steigung ohne Rutscher schaffen. Soweit so gut, doch dann ging es wieder bergab und es wurde rutschiger, dazu enge Serpentinen und was im Trockenen problemlos w\u00e4re wurde jetzt zu einer leichten Zitterpartie. Gl\u00fccklicherweise waren alle entsprechend vorsichtig und es ging ohne Zwischenf\u00e4lle hinunter ins Tal zur kirgisischen Kontrollstelle.<br \/>\nHier ging es relativ schnelle, weil wir keine visa brauchten und es auch keine gro\u00dfe Gep\u00e4ckkontrolle gab. Also schnell aufgesessen und auf nach Kirgistan. Zun\u00e4chst war die Stra\u00dfe recht schlecht, aber nach ein paar Kilometern weiter und gef\u00fchlten 1000 H\u00f6henmetern weniger wurde die Stra\u00dfe recht gut. Nach Sari Tash gabs dann die typische gut ausgebaute Alpenstra\u00dfe ;-) So macht das Fahren Spa\u00df, auch wenn wir ein paar kleine Regenabschnitte hatten. Und, ganz besonders erw\u00e4hnenswert, es wurde w\u00e4rmer! So langsam tauten F\u00fc\u00dfe und H\u00e4nde auf, was nicht nur an der Strecke lag. Es ging zum Teil durch wundersch\u00f6ne und vor allem bewaldete T\u00e4ler, vorbei an jeder Menge Jurten und Pferdeherden. Die Ortschaften wurden h\u00e4ufiger und wirkten nicht so trist wie im Pamir. Kein Wunder, wir waren ja mittlerweile auch unter 2000m. Die Stra\u00dfe schl\u00e4ngelt sich durch herlich anzusehende T\u00e4ler. Einmal wurden wir noch nass, doch diesmal ohne zu frieren, mittlerweile hatten wir gut 20\u00b0!<br \/>\nEin letzter Pass von ca. 2500 m und wir erreichten die Randgebiete von Osh. Eine kurze Stadtrundfahrt in folge einer Stra\u00dfensperrung und schon standen wir so gegen 109:30 vorm Hotel Nuru. Schnell einchecken, duschen, ein k\u00fchles Bier und dann wollten wir Essen. As Hotelrestaurant hatte schon geschlossen, also raus auf die Stra\u00dfe. Irgendwie fanden wir nichts passendes, also ein Taxi, eigentlich m\u00fcsste man Mini-Taxi sagen, so klein war das Auto, angehalten und den Fahrer beauftragt uns zu einem Restaurant zu fahren. Es ging ein paar Minuten die Stra\u00dfe entlang und schon waren wir da. Der Fahrer wollte 200 Som haben, eindeutig zu viel, schlie\u00dflich wurde sich auf 150 Som geeinigt. Das Essen war lecker, das Bier hat geschmeckt und danch ging wieder per Taxi zum Hotel. Diesmal wurde der Preis vorher ausgehandelt und es wurden 110 Som aufgerufen. Eine letzte Zigarette und kurz vor Mitternacht gings zu Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>26. Juni &#8211; Heute haben wir zwei Viertausender P\u00e4sse und den Grenz\u00fcbergang nach Kirgistan auf dem Zettel. 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