{"id":3670,"date":"2015-06-12T15:12:22","date_gmt":"2015-06-12T13:12:22","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=3670"},"modified":"2018-09-21T17:52:41","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:41","slug":"vorbei-der-spass-jetzt-wird-es-ernst","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=3670","title":{"rendered":"Vorbei der Spa\u00df &#8211; Jetzt wird es ernst!"},"content":{"rendered":"<p>10.06.2015 &#8211; Der Morgen kam fr\u00fch, kein Wunder, wir lagen ja im Zelt und bekamen den Sonnenaufgang entsprechend deutlich mit. Eigentlich wollte ich nicht aufstehen, aber die Natur forderte unerbittlich ihr Recht! Also rauspellen aus dem Schlafsack, Zelt \u00f6ffnen und vorsichtig die Crocs sch\u00fctteln, nicht dass sich da was Fieses drin versteckt. Aber Alles gut und in \u201esicherer Entfernung vom Camp habe ich dann den ersten Spatengang in der Steppe erledigt. Dann erst einmal eine Zigarette und den Morgen genie\u00dfen, es war angenehm k\u00fchl und die Wolken waren auch noch da, zu Hause h\u00e4tte ich sicher sein k\u00f6nnen, dass ein fettes Unwetter heraufzieht, hier passierte gar nicht&#8230; Dann gabs Fr\u00fchst\u00fcck, f\u00fcr jeden 2 Kitkat Riegel und Wasser, hinterher eine Marlboro, wie bei echten Cowboys \u00fcblich :-)<br \/>\nInnerhalb einer halben Stunde war das Camp abgebrochen und wir waren wieder on the Road, Es war kurz vor Acht und wir fuhren zur\u00fcck zur Stra\u00dfe. Nach wenigen Kilometern lernten wir, was der Trucker mit Schei\u00dfstra\u00dfe meinte. Es war eine total ausgefahrene ehemals asphaltierte Piste, garniert mit Schlagl\u00f6chern, Sandl\u00f6chern, gro\u00dfen, herausgebrochenen St\u00fccken Asphalts, dazu Lkw, die in Schrittgeschwindigkeit fuhren und versuchten so wenig Schlagl\u00f6cher wie m\u00f6glich zu treffen, dazu Pkw, etwas schneller, aber mit den gleichen Problemen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_14911.jpg\" alt=\"IMG 1491\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Und dann wir coolen Biker, die wieder am Tanzen waren, nicht nur Tango, sondern das volle Programm, eine echte Samba beschreibt mit ihren Schrittfolgen unseren Tanz \u00fcber die Piste am Besten. Es waren L\u00f6cher in der Stra\u00dfe, wo echt ein Smart reingepasst h\u00e4tte, ab und an h\u00e4tte sogar Michis Galaxy reingepasst.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_14951.jpg\" alt=\"IMG 1495\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Wir brauchten f\u00fcr diese Strecke ungef\u00e4hr 2 Stunden. Dann kam die Grenze. Wie immer ganz nach vorne in der Schlange und dann Buisiness as usual. Lufzettel hier, Stempel da, welche Farbe hat das Mopped&#8230;und immer wieder nachfragen, so oft kommen anscheinend keine Moppedfahrer vorbei.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_15011.jpg\" alt=\"IMG 1501\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Dann r\u00fcber nach Usbekistan.Wieder das volle Programm, aber soweit nette Grenzer, einer sah echt cool aus mit seinem Tarnfleckanzug, dem Buschhut und der Kalaschnikow umgeh\u00e4ngt. Er lie\u00df uns durch und am Checkpoint nahmen uns seine Kumpels mit gro\u00dfem Hallo in Empfang. Einer nahm uns gleich an die Hand und brachte uns zum Schalter vier. Wieder Papier und dann standen wir inmitten vieler Reisender und warteten auf die Passkontrolle. So langsam wurde es unangenehm warm in den Klamotten.<br \/>\nDann, endlich Passkontrolle. Zum Gl\u00fcck halbwegs z\u00fcgig und dann zur\u00fcck zu den Bikes. Da Tobias zuerst fertig ar hatte er diesmal das Vergn\u00fcgen sein Gep\u00e4ck zu \u00f6ffnen, Himmel war der Grenzer neugierig, sogar das Pad musste an geschmissen werden und der Grenzer durchsuchte die Verzeichnisse. Nach der 2. Packtasche kam ich dran. Ganz langsam \u00f6ffnete ich die Packtasche und zeigte ihm den Inhalt. Er war \u00fcber das Erste Hilfe Pack und die Rettungsdecke erstaunt. Dann durfte ich alles wieder zu machen und er machte Anstalten, sich meinen anderen Tasche zuzuwenden. Zum Gl\u00fcck kam sein Vorgesetzter und machte dem Treiben ein Ende und wir sollten weiter fahren.Noch ein letzter Stopp am Tor, Laufzettel abgeben und wir waren in Usbekistan. Sofort st\u00fcrzten sich wieder maskierte und laut Money-Money rufende Frauen auf uns und so wechselten wir jeder 50 $ in 120.000 Sum, besser als der offizielle Kurs, aber noch zu toppen wie wir sp\u00e4ter erfuhren.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1518.jpg\" alt=\"IMG 1518\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Back on the Road again. Die erhoffte bessere Stra\u00dfe blieb aus, allerdings war sie oberfl\u00e4chlich betrachtet eine geteerte Stra\u00dfe, bei genauer Betrachtung war es eher eine undefinierbare Oberfl\u00e4che, die wie Asphalt aussah. Also wieder Stra\u00dfentanz. Leider lie\u00df sich nicht jede Unebenheit oder jedes Schlagloch austanzen, so mussten die Moppeds teilweise ganz sch\u00f6ne Schl\u00e4ge einstecken.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1498.jpg\" alt=\"IMG 1498\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Aber was solls, den anderen Verkehrsteilnehmern erging es viel schlechter.<br \/>\nEs war echt hart dieser Tag, br\u00fctend hei\u00df, staubig, Schei\u00dfstra\u00dfe, und \u00fcberhaupt, diese Endlosigkeit und so gut wie keine Ablenkung f\u00fcr die Augen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1504.jpg\" alt=\"IMG 1504\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Am Nachmittag gabs dann eine Pause in eine Caf\u00e9, so ziemlich das abgewrackteste bisher! Unfreundliche Bedienung und schmutzig, aber das Essen und vor allem die kalten Getr\u00e4nke waren okay.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1507.jpg\" alt=\"IMG 1507\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1508.jpg\" alt=\"IMG 1508\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1510.jpg\" alt=\"IMG 1510\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Danach tanken wie zu Gro\u00dfvaters Zeiten und wieder weiter. Kur vorm ehemaligen Ufer des Aralsee geschah das Wunder, von jetzt auf gleich wurde diese Piste zu einer frisch asphaltierten Stra\u00dfe;-) Pl\u00f6tzlich ging es ganz easy und wir rollten entspannt dahin.<br \/>\nWirklich bedr\u00fcckend war jedoch die ehemalig K\u00fcstenlinie vom Aralsee, \u00fcbrig ist ein kleiner T\u00fcmpel, wo einmal ein bis zu Hundert Meter tiefer gro\u00dfer See war, schon verr\u00fcckt das Ganze, nur um gem\u00e4\u00df dem F\u00fcnfjahresplan 19irgendwas Kasachstan und Usbekistan zu Baumwollexportregionen zu machen&#8230;<br \/>\nNaja, nicht mehr zu \u00e4ndern, nur schade dass sich die betroffenen nicht einigen k\u00f6nnen, wie der See wieder in seinen alten Zustand versetzt werden kann.<br \/>\nNach etlichen Kilometern verschwand die sch\u00f6ne Stra\u00dfe und wurde wieder zur Schlaglochpiste. In Nukus, nach etwa 500 km machten wir dann Stopp, Tobias hatte uns ein Hotel ausgesucht, von Au\u00dfen ein ehemaliger Sowjetbau, von innen noch ehemaliger, die Zimmer gruselig und seit 30 Jahren nicht mehr renoviert, die B\u00e4der ebenso. Duschen ging nicht, es gab nur Hei\u00dfwasser und das auch nur f\u00fcr 5 Minuten&#8230; Immerhin konnten wir ein bisschen Schwei\u00df absp\u00fclen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1516.jpg\" alt=\"IMG 1516\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Leider mussten wir f\u00fcrs Hotel nahezu unsere gesamte Barschaft opfern, weil die Banken und damit auch die Geldautomaten zeitig schlie\u00dfen. Auf ein karges Mahl eingestellt wurden von von zwei Twens in super Englisch angesprochen. Es ginge einfach darum, das Englisch zu verbessern und sich mit Ausl\u00e4ndern zu unterhalten. Insgesamt ein netter Kontakt und sie verhalfen uns dann nach einigen Schwierigkeiten zu einer ordentlichen Menge Sum wie wir dachten, 100 $ ergaben 4000.000 Sum. Damit ger\u00fcstet gings in ein Schnellrestaurant zum Essen. Und dann zu Bett. Zumindest das Bett war einigerma\u00dfen okay&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10.06.2015 &#8211; Der Morgen kam fr\u00fch, kein Wunder, wir lagen ja im Zelt und bekamen den Sonnenaufgang entsprechend deutlich mit. Eigentlich wollte ich nicht aufstehen, aber die Natur forderte unerbittlich ihr Recht! 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