{"id":3641,"date":"2015-06-08T15:06:14","date_gmt":"2015-06-08T13:06:14","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=3641"},"modified":"2018-09-21T17:52:42","modified_gmt":"2018-09-21T15:52:42","slug":"auf-nach-asien-oder-auch-strassentango","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=3641","title":{"rendered":"Auf nach Asien oder auch &#8222;Stra\u00dfentango&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>07.06.2015 &#8211; Auf nach Asien, sprich von Astrachan nach Atyrau, und wieder eine Grenze, bzw. 2 Grenzen, einmal die nach Kasachstan und dann die Grenze zwischen Europa und Asien. Doch der Reihe nach.<br \/>\nWir checkten zeitig aus dem Hotel aus und machten eine kleine Stadtrundfahrt durch ein Viertel von Astrachan abseits vom Zentrum. Nicht wirklich geplant, sondern weil ich meinte schlauer zu sein als das Navi. Da bekamen wir ein anderes Bild zu sehen, sprich einfache H\u00e4user, buntes Markttreiben und viele kleine H\u00e4ndler in engen Stra\u00dfen statt die gro\u00dfen Boulevards. Eine bunte Mischung von verschiedenen V\u00f6lkern, Russen, Kasachen und ein paar Zigeuner wuselten auf der Stra\u00dfe und den B\u00fcrgersteigen umher, besch\u00e4ftigt mit den Wochenendeink\u00e4ufen.<br \/>\nDann ging es raus aus der Stadt das Wolgadelta entlang. Erstaunlich was f\u00fcr ein Einzugsgebiet dieser Fluss hat. Meist auf einem Damm entlang toter Flussarme und \u00dcberschwemmungsgebieten. Und \u00fcberwiegend alles Gr\u00fcn. Doch langsam wich das Gr\u00fcn dem schon von Gestern bekanntem Braunt\u00f6nen der Steppe.<br \/>\nDann kam der erste Highlight des Tages, die Pontonbr\u00fccke von Krasnii Yar. F\u00fcr 200 Rubel fuhren wir \u00fcber die Br\u00fccke, erst ich und dann Tobias.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1425.jpg\" alt=\"IMG 1425\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Es war schon etwas aufregend \u00fcber diese schwankende Br\u00fccke zu fahren, die \u00dcberfahrt zu Filmen habe ich schnell aufgegeben, es waren beide H\u00e4nde am Lenker n\u00f6tig wegen des geriffelten Untergrundes. Ein bisschen mulmig war uns schon zumute dabei, aber Alles ging gut. Auf der anderen Seite habe ich dann Tobias gefilmt, das hatte schon was.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/dscn0290.jpg\" alt=\"DSCN0290\" width=\"450\" height=\"253\"><\/p>\n<p>Der Br\u00fcckenchef meckerte ein wenig, weil ich mein Mopped nicht nach seiner Vorstellung abgestellt hatte, aber er erwiderte dann doch unseren Gru\u00df.<br \/>\nDann ging es an die Grenze, auf der russischen Seite fuhren wir langsam an den PKW vorbei zur Schranke.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1433.jpg\" alt=\"IMG 1433\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Dort gaben wir den Beamten unsere P\u00e4sse, es gab den \u00fcblichen Laufzettel zum Abstempeln und dann durften wir zum Abfertigungsgeb\u00e4ude. Ein bisschen bl\u00e4ttern und streng gucken, und der Posten winkte uns weiter zur n\u00e4chsten Station. Hier wurde es erst einmal kompliziert weil wir kein kasachisches Visa hatten. Soweit wir mitbekommen haben wurde ein paar Tage vorher erst 2 Italiener zur\u00fcck geschickt deswegen. Dann wurde ein junger Offizier herbeigerufen, der sehr gut Englisch sprach. Er nahm sich unserer Angelegenheit an und marschierte mit den P\u00e4ssen von dannen. Nach gef\u00fchlten 2 Stunden kam er zur\u00fcck und verk\u00fcndete stolz dass wir weiter k\u00f6nnen, wir bek\u00e4men einen 15 Tage Stempel in Kasachstan. Dann \u00fcber die Grenze durchs Niemandsland. Auf einer Br\u00fccke der letzte russische Posten wo der Laufzettel abzugeben war. Der Posten war echt cool drauf und freute sich \u00fcber unsere Bikes. Da kam ein Lkw aus der anderen Richtung und hielt erst hinter dem Stopp-streifen, erbost ordnete der Posten an, dass der Lkw zur\u00fcck setzt.<br \/>\nWir wurden durchgewunken und hielten am kasachischen Postern an, wieder gabs einen Laufzettel und die Bikes wurden in eine Liste eingetragen. Dann weiter zur eigentlichen Grenzkontrolle. Anscheinend war man \u00fcber unser Eintreffen informiert, denn wir wurden gleich in Empfang genommen. Relativ schnell wurden wir abgefertigt und der kasachische Grenze erkl\u00e4rte stolz, wir d\u00fcrften f\u00fcr 15 Tage visafrei einreisen. Ich musste dann noch eine Packtasche \u00f6ffnen und los gings.<br \/>\nHinter dem Schlagbaum wurden wir von Frauen \u201e\u00fcberfallen\u201c die Geld tauschen wollten, was wir dann auch taten, unsere restlichen Rubel wurden zu kasachischen Tenge.<br \/>\nUnd dann ging es los, von wegen sie ritten um die Wette mit dem Steppenwind, die Stra\u00dfe war in einem derma\u00dfen erb\u00e4rmlichen Zustand, dass wir sogar mit unseren Enduros langsam fuhren, sprich so um die 40\/50 km\/h w\u00e4hrend alle anderen Schrittgeschwindigkeit wurden. Die sprichw\u00f6rtlichen Schlagl\u00f6cher von der Gr\u00f6\u00dfe eines Smart wurden Wirklichkeit!!<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/file0004.jpg\" alt=\"FILE0004\" width=\"450\" height=\"272\"><\/p>\n<p>Es war mehr ein Stra\u00dfentango, den wir vollf\u00fchrten. Nach ca. 50 km wurde es dann besser und das Tempo zog stetig an und da waren sie auch wieder, die Autos, die teilweise mit halsbrecherischer Geschwindigkeit an uns vorbeizogen und dabei gnz sch\u00f6n in den federn \u00e4chzten. So langsam gew\u00f6hnten wir uns an die Stra\u00dfe und stehend lie\u00df sich das dann ganz flott fahren. Dazu der scharfe Wind aus der Steppe, der stellenweise feinen Sand \u00fcber die Stra\u00dfe trieb, dass man sie kaum noch sehen konnte, es war schon ein anspruchsvolles Fahren.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1437.jpg\" alt=\"IMG 1437\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>Dazu noch eine weitere Zeitverschiebung und so kamen wir erst relativ sp\u00e4t in Atyrau an. Tobias rief seinen Kontakt, den deutschen Konsul an und wir wurden erst zu B\u00fcro zum abstellen der Moppeds und dann ins Hotel gebracht. Schnell einchecken und umziehen, dann gings mit Chauffeur und Peter zum Schaschlik essen.<br \/>\nDas Ganze nahm dann einen f\u00fcr uns im Nachhinein etwas schwierigen Verlauf, das Bier floss in Str\u00f6men, das Essen war super lecker und wir h\u00f6rten den witzig vorgetragenen Anekdoten vom Konsul zu. Zum Abschluss gabs noch Vodka und Tobias und ich durften Toasts aussprechen. So gegen 02:00 Uhr gings zur\u00fcck ins Hotel. Dort begingen wir den Fehler noch ein Bier zu bestellen&#8230;<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/img_1441.jpg\" alt=\"IMG 1441\" width=\"450\" height=\"252\"><\/p>\n<p>F\u00fcr mich wurde die Nacht hart und eigentlich wollten wir am n\u00e4chsten Morgen weiter fahren, aber wir Beide waren nicht gut drauf, Kopfschmerzen und eben typische Nachwirkungen eines Katers&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>07.06.2015 &#8211; Auf nach Asien, sprich von Astrachan nach Atyrau, und wieder eine Grenze, bzw. 2 Grenzen, einmal die nach Kasachstan und dann die Grenze zwischen Europa und Asien. Doch der Reihe nach. 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