{"id":11935,"date":"2019-06-26T12:22:50","date_gmt":"2019-06-26T10:22:50","guid":{"rendered":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=11935"},"modified":"2019-07-28T16:01:45","modified_gmt":"2019-07-28T14:01:45","slug":"tag-4-offrod-in-kirgistan","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roadstomongolia.com\/?p=11935","title":{"rendered":"Tag 4 &#8211; Roads in Kyrgyzstan"},"content":{"rendered":"<p>Tag 4, 26.06.2019<\/p>\n<p>Heute sind wir erst gegen halb neun aus den Zelten gekrochen.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11912\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_075.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"383\" srcset=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_075.jpg 800w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_075-300x144.jpg 300w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_075-768x368.jpg 768w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_075-418x200.jpg 418w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_075-700x335.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Der gestrige Tag hat uns wohl ziemlich in den Knochen gesteckt. Da wir keine weiteren Vorr\u00e4te au\u00dfer Wasser dabei hatten, gab es nur eine Tasse Instant-Kaffe f\u00fcr jeden. W\u00e4hrend wir so langsam das Camp abbauten gesellte sich ein Kirgise mit seinem Pferd zu uns, wir boten ihm auch einen Kaffee an, den er gern annahm. Daf\u00fcr half er dann auch beim Abbauen der Zelte und beim Verstauen. Dann das Gep\u00e4ck \u00fcber die Engstelle bringen und auf den Moppeds verstauen.<br \/>\nWir waren wieder on the road, dabei hoffend, dass es von nun an besser w\u00fcrde. Es gab noch einige technisch anspruchsvolle Passagen, aber im Gro\u00dfen und Ganzen gef\u00fchlt weniger schlimm als gestern, vielleicht auch, weil es best\u00e4ndig bergab ging. Als wir gef\u00fchlt im Tal ankamen wurde wieder anstrengend, wir hatten einen rei\u00dfenden Bach zu \u00fcberqueren. Da war nichts mit mal so eben durchfahren, wir mussten erst einmal den besten Weg finden. Nach einigem hin und her fand John dann einen gangbaren Weg. Also Gep\u00e4ck abr\u00f6deln und die Moppeds mit alle Mann r\u00fcberbringen. Die Str\u00f6mung war ziemlich stark aber wir haben es geschafft. Danach ging es ein paar Kilometer \u00fcber eine steinige und anspruchsvolle Piste, leider nicht allzu weit, und wieder war der Bach zu \u00fcberqueren. Leider kein easy going, sondern wieder Gep\u00e4ck runter, den besten Weg finden und alle Mann an die Moppeds. Das Spiel wiederholte sich noch etliche Male, insgesamt waren es wohl acht \u00dcberquerungen, davon konnten wir immerhin drei ohne das Gep\u00e4ck abzur\u00f6deln \u00fcberqueren, aber immer mit gegenseitiger Unterst\u00fctzung! Dazwischen waren mehr oder weniger kurze Abschnitte, die sich einigerma\u00dfen fahren lie\u00dfen. Sowohl die Bachquerungen als auch die Piste kosteten erheblich Kraft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11978\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_077.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"383\" srcset=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_077.jpg 800w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_077-300x144.jpg 300w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_077-768x368.jpg 768w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_077-418x200.jpg 418w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_077-700x335.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11979\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_083.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"383\" srcset=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_083.jpg 800w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_083-300x144.jpg 300w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_083-768x368.jpg 768w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_083-418x200.jpg 418w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_083-700x335.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11980\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_084.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"383\" srcset=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_084.jpg 800w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_084-300x144.jpg 300w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_084-768x368.jpg 768w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_084-418x200.jpg 418w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_084-700x335.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Einmal lie\u00df sich mein Mopped nicht mehr starten und ich musste warten, bis Tobias zur\u00fcckkam. Gemeinsam bekamen wir das auch hin. Mittlerweile war ich schon wieder ziemlich ausgepumpt, die Kopfschmerzen waren zwar deutlich weniger, aber ansonsten ging es mir nicht so gut. An ein paar schwierigen Stellen \u00fcbernahmen Tobias bzw. John mein Mopped, aber das kann auch nicht die L\u00f6sung f\u00fcr den Rest des Tages sein. Meine Verschnaufpausen wurden immer l\u00e4nger\u2026. An einer weiteren Furt, an der wieder das Gep\u00e4ck abgeladen werden musste war es dann soweit. Beim Stehen Bach hat mich dann die Str\u00f6mung einfach umgeworfen und ich hatte keine Kraft mehr, alleine hoch zu kommen. Dazu muss gesagt werden, dass die Str\u00f6mung sehr stark war und wir oft bis zur H\u00fcfte im Wasser standen\u2026.<br \/>\nDas Ganze passierte so ungef\u00e4hr gegen Zwei Uhr nachmittags. W\u00e4hrend ich wieder am Ufer versuchte zu Atem zu kommen hatten sich John und Tobias kurz beraten. Es war deutlich zu sehen, dass ich die noch zu fahrenden 30 km auf dieser Piste mit weiteren Furten ganz offensichtlich nicht mehr schaffen w\u00fcrde, sie aber auch nicht, wenn sie st\u00e4ndig Unterst\u00fctzung geben m\u00fcssten. Also machten sie den Vorschlag, ich bleibe hier und sie fahren ohne Gep\u00e4ck weiter um Hilfe zu holen. Ich hatte ja alles dabei, Campingausr\u00fcstung, jede Wasser, nur nichts mehr zu essen, was aber nicht schlimm wahr. Sie sagten, sie w\u00fcrden versuchen noch f\u00fcr heute Hilfe zu holen, aber versprechen k\u00f6nnen sie es nicht, weil diese Piste bei Nacht zu fahren eher unm\u00f6glich w\u00e4re. Ich war damit einverstanden, weil ich nicht mehr weiter konnte, au\u00dferdem wusste ich, dass ich mich auf die Jungs verlassen kann! Also luden sie das Gep\u00e4ck ab und durchquerten den Fluss. Noch einmal winken und dann war ich alleine. Es war schon ein komisches Gef\u00fchl nun hier warten zu m\u00fcssen bis Hilfe kommt, aber es ist wie es ist.<br \/>\nNach einer halben Stunde raffte ich mich auf und habe die Isomatte aufgeblasen, um mich im Schatten ein wenig lang zu machen. Ich wusste ungef\u00e4hr, das heute bis ca. sieben halb acht Hilfe vor Ort sein m\u00fcsste, um nicht in der Dunkelheit die Piste zu fahren. W\u00e4hrend ich so da lag kamen noch ein paar Hirten vorbei, ein paar wenige Worte gewechselt und sie gingen ihrer Wege. Auch ein uralter russischer Traktor fuhr noch das Tal rauf, leider ohne Ladefl\u00e4che oder andere M\u00f6glichkeiten was zu transportieren, sonst h\u00e4tte ich ihn angehalten und um Hilfe gebeten. Als dann halb sieben vorbei ging habe ich mich aufgerafft und das Zelt aufgebaut. Was sonst in 10 Minuten passierte hat mich eine Stunde gekostet, aber schlie\u00dflich stand es. Also die Sachen reingepackt, Schlafsack ausgerollt und hinein gekrochen. Soweit so gut. Ich war stehend ko und bin dann wohl auch gleich eingeschlafen. Pl\u00f6tzlich wurde ich durch laute Pfiffe und Rufe aufgeweckt. Im ersten Moment konnte ich damit gar nichts anfangen, aber dann verstand ich, dass nach mir gerufen wurde. Tobias war mit einer Rettungscrew angekommen. Sie bestand aus eben Tobias, dem \u00f6rtliche Polizeichef und dem Leiter des kirgisischen Rescue-Teams.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11974\" src=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_081.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"383\" srcset=\"http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_081.jpg 800w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_081-300x144.jpg 300w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_081-768x368.jpg 768w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_081-418x200.jpg 418w, http:\/\/roadstomongolia.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/RiK2019_081-700x335.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Freude, doch keine einsame Nacht. So langsam kam ich in die G\u00e4nge, w\u00e4hrend die Jungs das Zelt abbauten und verstauten. Dann brachten sie alles Gep\u00e4ck \u00fcber den Fluss und Tobias k\u00e4mpfte sich mit dem Mopped durch die Furt. Zum Gl\u00fcck f\u00fcr mich gab es ein paar Meter aufw\u00e4rts einen Baumstamm als Br\u00fccke, \u00fcber den mich die Kirgisen f\u00fchrten. Allerdings mussten wir noch gut einen Kilometer bis zum Auto laufen, wobei sich die Kirgisen wirklich r\u00fchrend um mich bem\u00fchten, lediglich meinen Rucksack und Helm durfte ich tragen. Tobias allerdings wurde das gesamte Gep\u00e4ck aufs Mopped geladen, er wollte protestieren, aber die Kirgisen lie\u00dfen sich nicht beeindrucken, sondern sagten lediglich &#8222;dawai, dawai&#8220;. Nach einer f\u00fcr mich gef\u00fchlten Ewigkeit kamen wir dann zum Auto, einem gro\u00dfen Nissan-Pickup. Allerdings musste noch diese eine Furt \u00fcberquert werden. Zu meinem Gl\u00fcck gabs wieder einen Baumstamm, so blieb ich trocken und wurde ins Auto gen\u00f6tigt, w\u00e4hrend die anderen unser komplettes Gep\u00e4ck einluden. Tobias ist dann schon vorgefahren, weil auf dieser Piste in Mopped schneller vorankommt. Wegen der nun folgenden vielen Steigungen und Gef\u00e4lle war der Nissan fast nur im ersten Gang unterwegs, Allradantrieb nat\u00fcrlich immer zugeschaltet. Ich bekam ein bisschen zu essen und auch Wasser, aber meisten war ich im Halbschlaf und habe nicht viel mitbekommen, au\u00dfer dem &#8222;Geschaukel&#8220; nat\u00fcrlich. Irgendwann waren wir dann wieder auf Asphalt und es ging mit Blaulicht durch die Nacht, zun\u00e4chst ins Krankenhaus, um meinen Blutdruck zu messen. Der war zum Gl\u00fcck wieder normal und Fieber hatte ich auch keins, so durfte ich dann ins Hotel gebracht werden, was John zwischenzeitlich organisiert hatte. Die Wirtin war ziemlich unerfreut ob unserer verdreckten Taschen und Klamotten und wies uns eine kleine Ecke im Eingangsbereich zu. Egal, ich bin erst einmal tot ins Bett gefallen, nachdem ich einen Liter Eistee weg gezischt habe. Nat\u00fcrlich habe noch kurz einen SMS nach Hause geschickt, das Alles gut ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 4, 26.06.2019 Heute sind wir erst gegen halb neun aus den Zelten gekrochen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":11979,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[31,55],"tags":[],"class_list":["post-11935","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-roads-in-kyrgyzstan","column","onecol","has-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11935"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11935\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12180,"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11935\/revisions\/12180"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11979"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/roadstomongolia.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}